Deutsche Tageszeitung - Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz


Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz
Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz / Foto: © AFP/Archiv

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

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Die Atomaufsicht hatte bereits 2017 kurz nach der Inbetriebnahme angeordnet, den Deckel wegen schadhaften Stahls auszutauschen. Der bisherige Deckel, der einen Durchmesser von fünf Metern hat, soll zunächst zwei Jahre vor Ort lagern und dann in ein Zentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden.

Die gesetzlich vorgeschriebene Inspektion muss spätestens 30 Monate nach Befüllen des Reaktors mit Brennelementen stattfinden. Sie umfasst eine Kontrolle des Druckbehälters, den Primärkreislauf und die Dichte des Hydrauliksystems. Etwa 2500 Menschen sind an der Kontrolle beteiligt.

Der sogenannte EPR-Reaktor Flamanville 3 war mit zwölf Jahren Verspätung im Dezember 2024 ans Netz gegangen und hatte ein Jahr später erstmals seine volle Kapazität erreicht. Die Kosten waren von ursprünglich 3,3 Milliarden Euro auf etwa 23,7 Milliarden Euro angestiegen.

Flamanville ist mit 1600 Megawatt der stärkste Atomreaktor Frankreichs. Im laufenden Jahr produzierte er bislang sieben Terawattstunden Strom und überschritt damit das Jahresziel.

(M.Dylatov--DTZ)

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