Deutsche Tageszeitung - Preisabstand zwischen neuen E-Autos und Verbrennern laut Auswertung geschrumpft

Preisabstand zwischen neuen E-Autos und Verbrennern laut Auswertung geschrumpft


Preisabstand zwischen neuen E-Autos und Verbrennern laut Auswertung geschrumpft
Preisabstand zwischen neuen E-Autos und Verbrennern laut Auswertung geschrumpft / Foto: © AFP/Archiv

Der Preisunterschied zwischen neuen E-Autos und Verbrennern ist nach Untersuchungen des Centers Automotive Research (CAR) zuletzt kleiner geworden. Im September betrug die Differenz 2124 Euro, wie das CAR am Dienstag in Bochum mitteilte. Zudem ist demnach damit zu rechnen, "dass in den nächsten Monaten der Preisdruck auf die älteren Modelle durch das größere Angebot kompakter, neuer Elektroautos weiter steigt".

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Die Autoexperten vergleichen monatlich die Entwicklung der Transaktionspreise der beliebtesten E-Automodelle mit den Top-Verbrennern. Im August hatte die Differenz zwischen Stromer und Verbrenner noch bei 2249 Euro gelegen und im Juli bei 2363 Euro. Im Dezember vergangenen Jahres war allerdings mit lediglich 1340 Euro ein noch niedrigerer Abstand verzeichnet worden; danach war es bis Juli tendenziell aufwärts gegangen.

Über längere Sicht betrachtet ist der Abstand indes deutlich geschrumpft: Im Gesamtjahr 2024 waren neue E-Autos im Schnitt noch mehr als 7300 Euro teurer gewesen als Verbrenner. Als Transaktionspreise werden dabei die Listenpreise abzüglich von Rabatten berechnet.

Die Preisentwicklung in den vergangenen beiden Jahre sei "rasant" verlaufen, hoben Ferdinand Dudenhöffer und Klaus Springer vom CAR hervor. Während im Juni 2024 etwa der Opel Corsa Electric "mit einem Transaktionspreis von 31.283 Euro über die Theke ging, waren es im September 2026 noch 20.240 Euro", erklärten sie. Die entspreche einem Preisverfall von rund 35 Prozent.

Gründe dafür sind demnach unter anderem, dass die Batteriekosten gesunken sind. Auch die Produktionskosten bei der Herstellung von E-Autos sind laut CAR durch den Einsatz neuer Technik zurückgegangen.

Grundsätzlich gibt es demnach derzeit einen regelrechten Elektro-Boom, auch in weiteren europäischen Ländern: So seien in Dänemark im August 96 Prozent der Neuzulassungen E-Autos gewesen; in Belgien waren es 50 und in den Niederlanden 49 Prozent. "Hohe Treibstoffpreise, geringer Preisabstand zu den Verbrennern bei den Transaktionspreisen, größere Batterien und Reichweiten bei Elektroautos, großes Modellangebot und noch mehr Preisdruck bei den älteren Elektroautomodellen lassen die Neuwagenkäufer auf das Elektroauto umsteigen", erläuterten Dudenhöffer und Springer.

In Deutschland erreichte der Marktanteil von Elektro-Pkw im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag mitgeteilt hatte. Für einen Schub sorgte dabei neben den hohen Spritpreisen wegen des Iran-Krieges auch die staatliche E-Auto-Prämie.

(A.Stefanowych--DTZ)

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