Deutsche Tageszeitung - Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten

Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten


Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten
Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten / Foto: © AFP

Beim Premiumautobauer Audi ist der Gewinn im dritten Quartal eingebrochen: Er sank von 718 Millionen Euro nach Steuern im Vorjahresquartal auf 95 Millionen Euro, wie die VW-Tochter am Freitag mitteilte. In den ersten neun Monaten des Jahres halbierte sich der Gewinn fast. Er sank von 2,06 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,2 Milliarden Euro nach Steuern. Audi korrigierte die Prognose für das Gesamtjahr nach unten.

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Audi lieferte demnach von Januar bis September weltweit rund elf Prozent weniger Autos aus, der Umsatz ging von 48,4 Milliarden Euro zurück auf 42,1 Milliarden Euro. Audi machte "deutlich verschärfte Markt- und Wettbewerbsbedingungen, insbesondere seit dem dritten Quartal" verantwortlich. In Europa und im Heimatmarkt Deutschland stieg der Absatz zwar "moderat", in China und in den USA dagegen war er "deutlich rückläufig", erklärte das Unternehmen. Audi-Chef Gernot Döllner erklärte, er nehme die wirtschaftliche Lage "zum Auftrag, Audi konsequent zu erneuern".

Döllner hatte am Wochenende bei einer Wahlkampfveranstaltung der regierenden Republikaner im US-Bundesstaat Georgia den Bau eines Audi-Werks angekündigt. Die Investitionen sollen 4,2 Milliarden Dollar betragen, 4500 Arbeitsplätze sollen entstehen. Medienberichten zufolge hoffen Audi und weitere deutsche Autohersteller nun auf Zoll-Erleichterungen in den USA. Das "Handelsblatt" berichtete, US-Präsident Donald Trump könnte nach den Zwischenwahlen am 3. November eine Zollsenkung für VW veranlassen. BMW und Mercedes hoffen demnach auf ein sogenanntes Gleichbehandlungsprinzip.

Auf Autolieferungen von Europa in die USA werden derzeit 15 Prozent Zoll fällig. Audi hat bislang keine eigenen Werke in den USA und wird deshalb besonders hart getroffen.

Döllner war für den Auftritt an der Seite Trumps scharf kritisiert worden. Er habe die eigenen Unternehmensregeln verletzt, die ausdrücklich politische Neutralität im Vorfeld von Wahlen verordnen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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