Deutsche Tageszeitung - Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne

Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne


Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne
Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne / Foto: © AFP/Archiv

Dank der hohen Rohölpreise infolge des Iran-Kriegs streichen die Mineralölkonzerne Milliardengewinne ein: BP aus Großbritannien sowie Chevron und ExxonMobil aus den USA meldeten am Freitag hohe Quartalsgewinne. Sie folgten damit europäischen Konzernen.

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BP - in Deutschland unter der Tankstellenmarke Aral vertreten - vervierfachte seinen Nettogewinn von Juli bis September. Die Summe stieg von 1,16 Milliarden Dollar im Vorquartal auf 4,7 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro). Das Ergebnis stütze sich auf "das Umfeld mit höheren Preisen und Margen", erklärte BP-Chefin Meg O'Neill.

Wie andere Ölkonzerne auch profitiert BP von hohen Raffineriemargen: Produktion in der Golfregion und der Export von dort sind wegen des Kriegs weiterhin stark beeinträchtigt. Raffinerien außerhalb dieser Region profitieren.

Chevrons Gewinn stieg von 3,5 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf nun 9,9 Milliarden Dollar. ExxonMobil konnte unter dem Strich 15,4 Milliarden Dollar verbuchen, mehr als doppelt so viel wie die 7,5 Milliarden im dritten Quartal 2025.

Der Rohölpreis lag in den drei Monaten des dritten Quartals für ExxonMobil im Schnitt bei rund 85 Dollar pro Barrel (159 Liter) - etwa ein Drittel mehr als im Vergleichsquartal 2025. Die Raffineriemarge belief sich laut Unternehmen auf 50,3 Dollar pro Barrel und war damit fast dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Am Donnerstag hatten bereits Shell in Großbritannien, TotalEnergies in Frankreich und Repsol in Spanien Milliardengewinne im dritten Quartal gemeldet. Die hohen Gewinne bringen regelmäßig die Forderungen nach einer Übergewinnsteuer in der Europäischen Union auf den Tisch. In der EU-Kommission wird eine solche Steuer aber skeptisch gesehen.

In den USA forderte die Umweltorganisation 350.org am Freitag "dauerhafte Abgaben" auf "außergewöhnliche" Gewinne der Ölindustrie. Das Geld solle Verbrauchern zugutekommen und zur Finanzierung der Energiewende verwendet werden, erklärte US-Kampagnenleiterin Candice Forten.

(P.Tomczyk--DTZ)

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