Deutsche Tageszeitung - Löwen und Tiger aus der Ukraine in polnischen Zoo in Sicherheit gebracht

Löwen und Tiger aus der Ukraine in polnischen Zoo in Sicherheit gebracht


Löwen und Tiger aus der Ukraine in polnischen Zoo in Sicherheit gebracht
Löwen und Tiger aus der Ukraine in polnischen Zoo in Sicherheit gebracht

Der Krieg in der Ukraine bringt auch Tiere in Gefahr: Aus einem Schutzzentrum für alte und misshandelte Tiere in einem Ort nahe der Hauptstadt Kiew wurden daher sechs Löwen und sechs Tiger in den Zoo der westpolnischen Stadt Posen gebracht. Die Raubtiere seien am Donnerstagabend nach einer zweitägigen Odyssee in ihrer neuen Bleibe eingetroffen, sagte Zoosprecherin Malgorzata Chodyla der Nachrichtenagentur AFP.

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Ein ukrainischer Lastwagen mit den zwölf Großkatzen sowie zwei Wildkatzen und einem Wildhund hatte demnach fast tausend Kilometer bis zur polnischen Grenze zurücklegen müssen. Dabei musste er wegen russischer Bombardements die Region Chytomyr meiden, schilderte Chodyla.

Einmal hatte der Lastwagen die Nacht über stehen bleiben müssen, weil er sich russischen Panzern gegenüber gesehen habe. Der Fahrer habe sich dabei unter das Fahrzeug gelegt, schilderte die Zoo-Sprecherin. Weil das Transportteam nicht gewusst habe, wie es die wilden Tiere füttern kann, sei eigens die Betreiberin des Schutzzentrums, Natalia Popowa, zu ihnen gekommen.

An der polnischen Grenze wurden die Raubtiere in einen polnischen Lastwagen umgeladen und nach Posen gebracht. Der ukrainische Lkw-Fahrer sei derweil umgehend wieder aufgebrochen, um zu seinen Kindern in der Ukraine zurückzukehren. Auch Popowa fuhr wieder heim, um sich um etwa 70 weitere Tiere in ihrem Schutzzentrum zu kümmern, darunter einige frühere Zirkustiere. Ihre Futtervorräte gingen allerdings bereits zuneige.

Der Zoo in Posen will die Raubtiere nur vorübergehend aufnehmen. Die an der Koordinierung der Rettungsaktion beteiligte Zoo-Direktorin Ewa Zgrabczynska sagte, sie stehe bereits in Kontakt mit mehreren westlichen Tierschutzorganisationen, die sich um die Tiere kümmern wollten. Außerdem habe sie einen Spendenaufruf gestartet, weil sich die Stadt Posen als Betreiberin des Zoos den Unterhalt der aus der Ukraine geretteten Tiere nicht leisten könne.

(P.Tomczyk--DTZ)

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