Deutsche Tageszeitung - Nasa bringt riesige SLS-Rakete erstmals zu Startrampe

Nasa bringt riesige SLS-Rakete erstmals zu Startrampe


Nasa bringt riesige SLS-Rakete erstmals zu Startrampe
Nasa bringt riesige SLS-Rakete erstmals zu Startrampe

Die neue Nasa-Rakete für Mond-Missionen ist erstmals zu einer Startrampe gebracht worden. Die riesige SLS-Rakete verließ die Montagehalle des Kennedy Space Centre im US-Bundesstaat Florida am Donnerstag mit einem Spezial-Transporter. Für den gut sechs Kilometer langen Weg zur Startrampe 39B veranschlagte die Nasa elf Stunden.

Textgröße ändern:

Etwa 10.000 Menschen versammelten sich, um das Manöver zu beobachten. "Meine Damen und Herren, hier ist die leistungsfähigste Rakete überhaupt", präsentierte Nasa-Chef Bill Nelson die SLS der Menge. Zusammen mit einer Orion-Raumkapsel ist die Rakete 98 Meter hoch und damit höher als die Freiheitsstatue in New York.

Auf der Startrampe soll die Rakete etwa zwei Wochen lang eine Reihe von Tests durchlaufen. Anschließend ist eine Generalprobe der Abläufe vor dem Raketenstart vorgesehen. Dazu soll die Rakete am 3. April zwar mit drei Millionen Liter Treibstoff betankt werden, die Triebwerke sollen aber nicht eingeschaltet werden. Mit dem abschließenden Ablassen des Treibstoffs soll dann ein sicherer Startabbruch geübt werden.

Die Nasa will mit den riesigen SLS-Raketen und einer Orion-Raumkapsel erstmals seit 1972 wieder Astronauten auf den Mond bringen. Die Mission Artemis 1 soll frühestens im Mai als Testflug zum Mond starten. Zunächst noch ohne Besatzung soll sie den Mond umrunden und dann zur Erde zurückkehren. Mit Artemis 2 sollen Astronauten 2024 den Mond umrunden.

Erst Artemis 3 soll dann 2025 tatsächlich mit Astronauten auf dem Erdtrabanten landen. Die Nasa plant, die erste Frau auf den Mond zu schicken und eine Raumstation zu bauen, die den Mond umkreist. Auf dem Mond will die Nasa einige Technologien für erste Mars-Missionen testen, die für die 2030er Jahre vorgesehen sind. Die ersten vier Starts der SLS-Rakete ins All sollen nach Nasa-Angaben jeweils 4,1 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) kosten.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Flugbetrieb an Nürnberger Flughafen zweimal binnen weniger Stunden unterbrochen

Wegen eines möglichen Drohnenvorfalls und einer vermeintlichen Notlage eines Flugzeugs ist am Nürnberger Flughafen der Luftverkehr am Dienstag zweimal unterbrochen worden. Gegen Mittag gab es einen Einsatz wegen der vermeintlichen Luftnotlage, wie die Polizei in der bayerischen Stadt mitteilte. Bereits in der Nacht hatten mehrere Piloten unabhängig voneinander ein mögliches Flugobjekt gemeldet, bei dem es sich um eine Drohne gehandelt haben könnte.

Astronautin Adenot: Für Reisen zum Mars ist es noch zu früh

Für Reisen zum Mars ist es nach Ansicht der französischen Astronautin Sophie Adenot noch zu früh. "Wir sind nicht bereit, wir brauchen technologische Durchbrüche", sagte Adenot bei einer von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) organisierten Pressekonferenz am Dienstag in Köln. Adenot war insgesamt acht Monate auf der Internationalen Raumstation (ISS), bevor sie am Donnerstag auf die Erde zurückgekehrt war.

Flugzeug nach "mutmaßlicher Luftnotlage" in Nürnberg sicher gelandet

Am Nürnberger Flughafen ist am Dienstagmittag ein Flugzeug nach einem Alarm wegen einer möglichen Luftnotlage sicher gelandet. Überprüfungen vor Ort ergaben, dass keine Gefahr bestand, wie die Polizei in der bayerischen Stadt mitteilte. Zuvor war der Flugbetrieb an dem Flughafen wegen eines Polizeieinsatzes eingestellt worden. Grund war laut einem Polizeisprecher eine unklare "mutmaßliche Luftnotlage".

Beiß-Attacke in Flugzeug: US-Schauspielerin Selma Blair festgenommen

Nach einer mutmaßlichen Auseinandersetzung mit Beiß-Attacken auf einem Flug von Los Angeles nach New York ist die US-Schauspielerin Selma Blair am New Yorker JFK-Flughafen festgenommen worden. Medienberichten zufolge hatte die 54-Jährige am Montag einer Flugbegleiterin einen Schlag versetzt und eine andere gebissen. Ein Gericht des Bundesstaats New York erhob Anklage wegen zweifacher Körperverletzung gegen die aus Filmen wie "Natürlich blond" und "Eiskalte Engel" bekannte Darstellerin.

Textgröße ändern: