Deutsche Tageszeitung - Älteste Frau der Welt mit 119 Jahren in Japan gestorben

Älteste Frau der Welt mit 119 Jahren in Japan gestorben


Älteste Frau der Welt mit 119 Jahren in Japan gestorben
Älteste Frau der Welt mit 119 Jahren in Japan gestorben / Foto: © Fukuoka Prefectural Government/AFP

Die älteste Frau der Welt ist mit 119 Jahren gestorben. Wie die japanischen Behörden am Montag mitteilten, starb Kane Tanaka bereits am 19. April. Das Guinness-Buch der Rekorde und die Internationale Datenbank zur Langlebigkeit (IDL) listeten Tanaka bereits seit 2019 als Rekordhalterin. Mutmaßliche Nachfolgerin ist nun eine französische Nonne.

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Kane Tanaka wurde am 2. Januar 1903 in der südwestjapanischen Präfektur Fukuoka geboren, im selben Jahr, in dem die Gebrüder Wright den ersten Flug mit einem Motorflugzeug absolvierten und Marie Curie als erste Frau den Nobelpreis gewann. Als sie jünger war, führte sie mehrere Geschäfte. Sie heiratete im Jahr 1922, brachte vier Kinder zur Welt und adoptierte ein fünftes.

Später lebte Tanaka in einem Altenheim in Fukuoka. Als das Guinness-Buch der Rekorde sie im März 2019 im Alter von 116 Jahren zur ältesten Frau der Welt erklärte, hieß es, dass sie sich jeden Tag in Mathematik und Kalligraphie übe. 2021 wollte sie gerne im Rollstuhl am Fackellauf für die Olympischen Spiele in Tokio teilnehmen, musste dann aber wegen der Corona-Pandemie darauf verzichten.

Ihre mutmaßliche Nachfolgerin ist 13 Monate jünger als Tanaka. Die französische Ordensschwester André, mit bürgerlichem Namen Lucile Randon, feierte am 11. Februar in ihrem Altenheim im südfranzösischen Toulon ihren 118. Geburtstag. Vor einem Jahr, kurz vor ihrem 117. Geburtstag, überstand sie problemlos eine Corona-Infektion.

Auch wenn die Nonne des französischen Vinzentinerinnen-Ordens den "Titel" der Ältesten von keiner offiziellen Stelle verliehen bekommen sollte, sei sie es de facto, sagte Laurent Toussaint, der mit der internationalen Datenbank IDL befasst ist. Die Drittälteste, eine Polin, sei mit 115 Jahren deutlich jünger als sie, sagte er weiter. Zudem sei ihr Geburtsdatum standesamtlich bestätigt.

(W.Budayev--DTZ)

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