Deutsche Tageszeitung - Umstrittener US-Komiker Dave Chappelle auf offener Bühne attackiert

Umstrittener US-Komiker Dave Chappelle auf offener Bühne attackiert


Umstrittener US-Komiker Dave Chappelle auf offener Bühne attackiert
Umstrittener US-Komiker Dave Chappelle auf offener Bühne attackiert / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Der vielfach als transphob kritisierte US-Komiker Dave Chappelle ist auf offener Bühne von einem Mann mit der Nachahmung einer Schusswaffe attackiert worden. Wie auf Videos in den Onlinenetzwerken zu sehen war, kletterte am Dienstagabend (Ortszeit) bei einer Stand-up-Comedy-Veranstaltung in Los Angeles ein Zuschauer auf die Bühne und riss Chappelle zu Boden. Der Angreifer wurde laut Polizei von Sicherheitsleuten überwältigt und ins Krankenhaus gebracht, Chappelle blieb unverletzt.

Textgröße ändern:

Zuerst hatte das Branchenblatt "Hollywood Reporter" über den Vorfall bei dem Comedy-Festival "Netflix Is A Joke" berichtet. In den Videoaufnahmen war zu erkennen, wie am Ende von Chappelles Auftritt ein Zuschauer auf die Bühne kommt und den Komiker umreißt. Danach rannte der Angreifer hinter einen Bildschirm auf der Bühne und wurde dort von Sicherheitspersonal überwältigt.

Die Polizei von Los Angeles bestätigte der Nachrichtenagentur AFP den Vorfall. Der Angreifer hatte demnach die Nachahmung einer Feuerwaffe bei sich, aus der eine Klinge ausgeklappt werden kann. Es war unklar, ob der Angreifer versucht hatte, die Waffe tatsächlich einzusetzen.

Der Mann wurde später auf einer Trage fortgetragen. Er sei zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte Polizeisprecherin Lizeth Lomeli. Der 48 Jahre alte Chappelle blieb demnach unverletzt.

Chappelle war vor einer Weile in die Kritik geraten, weil er sich über Transgender lustig gemacht hatte. In einer Ausgabe der Netflix-Sendung "The Closer" verteidigte er sich gegen Vorwürfe der Transphobie und sagte, Geschlecht sei eine "Tatsache". Seine Kritiker nannte er zu "empfindlich".

Der afroamerikanische Komiker hob außerdem hervor, für sexuelle Minderheiten habe es binnen weniger Jahre Verbesserungen gegeben, die schwarze Menschen in Jahrzehnten nicht erreicht hätten. Chappelles Äußerungen schlugen hohe Wellen.

Im März hatte bei der Oscar-Verleihung eine Attacke auf offener Bühne für Aufsehen gesorgt. Der US-Schauspieler Will Smith ohrfeigte den Komiker Chris Rock, nachdem dieser einen Scherz in Anspielung auf den Haarausfall von Smiths Frau Jada Pinkett Smith gemacht hatte.

Chris Rock war auch bei der Veranstaltung am Dienstagabend dabei. Nach dem Angriff auf Chappelle trat Rock mit ihm auf die Bühne und scherzte mehreren Medien zufolge: "War das Will Smith?"

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Sony stellt Verkauf von Roboterhündchen Aibo in Japan ein

Sony stellt den Verkauf seines beliebtes Roboterhündchen Aibo in Japan ein. Die Lagerbestände des aktuellen Modells ERS-1000 würden jedoch noch abverkauft, erklärte der Elektronikkonzern. Dienstleistungen wie technische Unterstützung, Ersatzteile und Abonnements für Onlineclouddienste zur Speicherung von Daten des Roboterhundes würden weiterhin angeboten.

Stuttgarter Feuerwehr rettet vier junge Turmfalken aus heißer Blechverkleidung

Aus einer aufgeheizten Blechverkleidung hat die Feuerwehr in Stuttgart vier junge Turmfalken gerettet. Wie die Einsatzkräfte am Donnerstagabend in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mitteilten, wurden sie am Nachmittag vom Umweltamt angefordert. Die Jungvögel steckten demnach in einem Wohn- und Geschäftshaus hinter einer gut 65 Grad Celsius heißen Blechverkleidung eines Kamins fest.

Polizisten retten in Thüringen Schwanenfamilie von Straße

Polizisten haben im thüringischen Gera eine Schwanenfamilie von einer Straße gerettet. Die zwei Elterntiere und sieben Jungschwäne brachen am Donnerstagmorgen zu einem Spaziergang zwischen Thieschitz und Bad Köstritz auf, wie die Beamten in Gera mitteilten. Dadurch blockierten sie im Berufsverkehr die Straße.

WHO kündigt Tests von zwei Behandlungen gegen Ebola für kommende Woche an

In der von dem jüngsten Ebola-Ausbruch schwer betroffenen Demokratischen Republik Kongo sollen voraussichtlich ab der kommenden Woche zwei Therapien zur Behandlung der tödlichen Krankheit klinisch getestet werden. Die Vorbereitungen dafür seien inzwischen abgeschlossen, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Mittwoch vor Journalisten in Genf.

Textgröße ändern: