Deutsche Tageszeitung - Twitter sperrt Kanye West nach antisemitischem Beitrag

Twitter sperrt Kanye West nach antisemitischem Beitrag


Twitter sperrt Kanye West nach antisemitischem Beitrag
Twitter sperrt Kanye West nach antisemitischem Beitrag / Foto: © AFP

Nach einem als antisemitisch eingestuften Beitrag von Kanye West auf Twitter hat der Onlinedienst das Konto des US-Rappers gesperrt. Wests Account sei wegen Verstößen gegen die Twitter-Regeln gesperrt, sagte eine Sprecherin des Kurzmitteilungsdienstes am Sonntag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP. Das Instagram-Mutterhaus Meta wiederum erklärte, Beiträge des Rappers in dem Onlinedienst seien wegen Regelverstößen entfernt worden, sein Zugriff auf seinen Account sei eingeschränkt worden.

Textgröße ändern:

West hatte auf Twitter geschrieben, er fühle sich gerade ein wenig schläfrig, wenn er jedoch wieder aufstehe, "werde ich death con 3 gegen jüdische Leute vorgehen". Offenbar bezog er sich dabei auf den Code für militärische Kampfbereitschaft, Defcon.

Anfang des Monats hatte West mit einem Shirt mit der Aufschrift "White Lives Matter" bei der Pariser Fashion Week für Unmut gesorgt. Der Slogan "Black Lives Matter" war bei antirassistischen Demonstrationen in den USA berühmt geworden. Dem Rapper Diddy, der ihn wegen des T-Shirts kritisiert hatte, antwortete West anschließend auf Twitter, "jüdische Leute" hätten ihn zu der Kritik angestiftet.

In den vergangenen Jahren hatte West, der an einer bipolaren Störung leidet, immer wieder mit bizarren Auftritten für Aufsehen gesorgt.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: