Deutsche Tageszeitung - Österreichische Schauspielerin Christiane Hörbiger ist tot

Österreichische Schauspielerin Christiane Hörbiger ist tot


Österreichische Schauspielerin Christiane Hörbiger ist tot
Österreichische Schauspielerin Christiane Hörbiger ist tot / Foto: © dpa/AFP

Die österreichische Schauspielerin Christiane Hörbiger ist tot. Sie starb im Alter von 84 Jahren, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Mittwoch unter Berufung auf ihren Sohn Sascha Bigler berichtete. Hörbiger war sieben Jahrzehnte auf zahlreichen Theaterbühnen, im Fernsehen und auf der Kinoleinwand zu sehen und galt als eine der beliebtesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum.

Textgröße ändern:

"Mit ihr verliert unser Land eine seiner beliebtesten und vielseitigsten Schauspielerinnen", sagte der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen. "Die einprägsame Art, mit der sie ihre Rollen anlegte, wird Theater- und Filmbegeisterten stets in guter Erinnerung bleiben."

Am 13. Oktober 1938 in Wien als Tochter des Schauspielerehepaares Paula Wessely und Attila Hörbiger geboren, gab Hörbiger 1959 in Lessings "Nathan der Weise" am Burgtheater ihr Bühnendebut. Es folgten Engagements in Heidelberg und Salzburg, ab 1967 war Hörbiger Mitglied des Ensembles am Schauspielhaus Zürich.

Der große Durchbruch gelang ihr in den 1980ern mit der TV-Produktion "Das Erbe der Guldenburgs". Es folgten Fernseherfolge wie "Julia" oder die Literaturverfilmung "Besuch der alten Dame". Im Kino feierte sie etwa mit Helmut Dietls viel gelobter Filmsatire "Schtonk!" (1992) über den Skandal um die Hitler-Tagebüche Erfolge. Für ihre Rolle in Reinhard Münsters Filmkomödie "Alles auf Anfang" (1993) und in dem Film "Tafelspitz" (1992) erhielt sie den Deutschen Filmpreis.

Außerdem bekam die 2004 zur Kammerschauspielerin Gekürte den Bayerischen Fernsehpreis für ihr Lebenswerk, den Adolf-Grimme-Preis und die Goldene Kamera für ihr Lebenswerk. Insgesamt umfasst Hörbigers Werk rund 130 Film- und TV-Produktionen.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Trump ruft zu Boykott von Springsteen-Konzerten auf

US-Präsident Donald Trump hat zu einem Boykott der Konzerte von Rockstar Bruce Springsteen aufgerufen. Die Konzerte des US-Musikers seien "überteuert" und "mies", schrieb Trump am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Er nannte Springsteen "eine vertrocknete Pflaume, die unter den Eingriffen eines wirklich schlechten Schönheitschirurgen schwer gelitten hat", und forderte seine Anhänger auf, den Konzerten fernzubleiben.

Wal-Drama an Ostseeküste: Wal bewegt sich weiter nicht von der Stelle

Im Drama um den vor der Ostseeküste bei Wismar liegenden Buckwal deutet weiter nichts auf eine positive Wendung hin. Der Meeressäuger liege immer noch an der selben Stelle, an der er sich am Dienstag festgeschwommen habe, teilte das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag in Schwerin mit. Es atme noch etwa alle fünf Minuten. Die Behörden bereiten unterdessen die spätere Bergung des Kadavers vor.

Blindenschrift: Braille für Aufnahme als immaterielles Kulturerbe nominiert

Die Blindenschrift Braille soll nach dem Willen Deutschlands und Frankreichs immaterielles Kulturerbe werden. Wie die Deutsche Unesco-Kommission am Donnerstag in Bonn mitteilte, nominieren beide Länder "Braille: Lesen und Schreiben durch Tasten" gemeinsam bei der Kulturorganisation der Vereinten Nationen für die Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Der zuständige Ausschuss wird Ende 2027 darüber entscheiden.

Brasilien erlaubt gemeinsames Sorgerecht für Haustiere

Geschiedene Paare in Brasilien können aufatmen: Laut einem vom brasilianischen Kongress verabschiedeten Gesetz können sie fortan das gemeinsame Sorgerecht für ihre Haustiere bekommen. Sollten Paare nach der Trennung sich nicht über den Verbleib ihrer tierischen Lieblinge einigen können, werde "ein Richter das gemeinsame Sorgerecht und die gleichteilige Aufteilung der Kosten für den Unterhalt des Tieres bestimmen", heißt es in dem am Dienstag verabschiedeten Gesetz.

Textgröße ändern: