Deutsche Tageszeitung - Schauspieler Tom Schilling verweigert sich gewinnbringender Anlage von Gagen

Schauspieler Tom Schilling verweigert sich gewinnbringender Anlage von Gagen


Schauspieler Tom Schilling verweigert sich gewinnbringender Anlage von Gagen
Schauspieler Tom Schilling verweigert sich gewinnbringender Anlage von Gagen / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der Schauspieler Tom Schilling legt seine Gagen ganz bewusst nicht gewinnbringend an. "Geld zu vermehren finde ich widersinnig - was bei mir vermehrt wird, muss irgendwo anders doch fehlen", sagte der 41-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag. "Irgendjemand muss das bezahlen - entweder als Opfer einer Blase oder einfach die kommenden Generationen." Wachstum komme "nicht aus dem Nichts", sagte Schilling. "Dazu muss vorher etwas sterben."

Textgröße ändern:

Wahrscheinlich sei es zwar "auch nicht klüger, gar nichts mit seinem Geld zu machen - aber so mache ich es". Als Erfolgskriterium sieht Schilling die Höhe von Gagen ebenfalls kritisch. "Wo Geld die einzige Form der Wertschätzung ist, wäre ich misstrauisch." Er selbst suche sich andere Erfolge, sagte Schilling und nannte ein Beispiel aus seinem Wohnumfeld.

"In meinem Haus gibt es eine ältere Dame, die mit einer Freundin gern einen trinkt - manchmal leider auch zu viel, und dann liegt sie da und kommt nicht mehr hoch", erzählte Schilling. "Ich habe herausgefunden, wo sie wohnt, was nicht ganz einfach war, und sie sicher nach Hause gebracht - das war für mich ein echter Erfolg", fügte er hinzu.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Massive Sicherheitsvorkehrungen zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Italien

Unmittelbar vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele sind in Italien die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft worden. Unter anderem waren am Freitag auf den Straßen von Mailand gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. In der Metropole und drei weiteren Orten Norditaliens soll am Abend parallel die große Eröffnungszeremonie für die Spiele stattfinden. Im Vorfeld rief der Papst zur "Olympischen Waffenruhe" auf.

Iranischer Regisseur Panahi fürchtet Opferung des iranischen Volkes bei Atomgesprächen

Der preisgekrönte iranische Filmemacher Jafar Panahi hat die Sorge geäußert, die Interessen des iranischen Volkes könnten bei den Gesprächen zwischen Vertretern der USA und des Iran am Freitag im Oman geopfert werden. "Das Volk hat in diesen Verhandlungen keinen Vertreter, und seine Interessen werden nie berücksichtigt", sagte Panahi am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Das iranische Volk könne "leicht" geopfert werden.

Stadtameisen bei Futter weniger wählerisch - Hinweis für Stresspegel

Stadtameisen sind beim Futter weniger wählerisch als ihre Artgenossen auf dem Land. Dass sich Ameisen in Großstädten mit verdünnter Nahrung begnügen, könnte Forschern zufolge ein möglicher Hinweis für Stress in städtischen Ökosystemen sein, wie die Freie Universität Berlin am Donnerstag berichtete.

Opfer unter Drogen gesetzt? Sohn von Mette-Marit weist Vorwürfe zurück

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby Vorwürfe zurückgewiesen, dass er andere Menschen ohne deren Wissen unter Drogen gesetzt habe. Er habe "noch nie jemanden unter Drogen gesetzt - so weit ich weiß", sagte der 29-Jährige am Donnerstag vor Gericht. Zuvor hatte eine der von ihm mutmaßlich vergewaltigten Frauen die Überzeugung geäußert, dass ihr ohne ihr Wissen Drogen verabreicht worden waren.

Textgröße ändern: