Deutsche Tageszeitung - Marode Talbrücke Rahmede an der A45 im Sauerland gesprengt

Marode Talbrücke Rahmede an der A45 im Sauerland gesprengt


Marode Talbrücke Rahmede an der A45 im Sauerland gesprengt
Marode Talbrücke Rahmede an der A45 im Sauerland gesprengt / Foto: © AFP/Archiv

An der Autobahn 45 in Lüdenscheid ist die marode Talbrücke Rahmede erfolgreich gesprengt worden. Die Sprengung der 453 Meter langen und 17 Tonnen schweren Brücke lief wie geplant: Um Punkt 12.00 Uhr drückte Sprengmeister Michael Schneider auf den Knopf, das Bauwerk fiel nach unten zusammen. Es entstand eine riesige Staubwolke über dem Tal. Schneider sagte im Westdeutschen Rundfunk (WDR): "Es hätte nicht besser laufen können."

Textgröße ändern:

Die Sprengung galt wegen der Hangneigungen an der Talbrücke als besonders herausfordernd. Die nahe der Brücke liegenden Gebäude wurden nach Angaben der Autobahn Westfalen umfangreich geschützt. Dazu wurden unter anderem auch dutzende aufgetürmte Seecontainer als Schutzbarrikaden genutzt.

Seit Dezember 2021 war die Talbrücke an der wichtigen A45 voll gesperrt, nachdem bei einer Prüfung erhebliche Schäden festgestellt worden waren. Unter anderem wurden Verformungen im Überbau der Brücke entdeckt. Ein Weiterbetrieb war nicht mehr möglich.

Die durch die Sperrung verursachte Lücke in der A45 wirkt sich weiterhin stark auf Verkehr und Wirtschaft in der Region aus. Die A45 gilt als wichtigste Verkehrslinie für Südwestfalen. Zahlreiche Pendler und Gütertransporte sind seitdem gezwungen, größere Umleitungen in Kauf zu nehmen.

Weil vor Jahren bereits ein Ersatzneubau für die marode Brücke auf 2026 verschoben wurde, sorgt die Verkehrsmisere auch in der nordrhein-westfälischen Landespolitik für Diskussionen. Am Donnerstag begann ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss im Düsseldorfer Landtag mit der Aufarbeitung der Hintergründe. Die Oppositionsparteien SPD und FDP hatten den Ausschuss beantragt.

Das Gremium soll vor allem die Umstände des verschobenen Neubaus der Talbrücke untersuchen. Auch eine mögliche politische Verantwortung des heutigen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) steht im Raum. Die Opposition wirft Wüst vor, als früherer Landesverkehrsminister die politische Verantwortung für die Verschiebung zu tragen. Wüst bestritt hingegen mehrfach, an der Entscheidung beteiligt gewesen zu sein.

Wann genau der Verkehr auf der A45 im Sauerland wieder ungehindert fließen kann, ist derzeit noch unklar. Schätzungen zufolge wird die Errichtung eines Ersatzneubaus mehrere Jahre dauern. Nach Angaben der Autobahn Westfalen soll die erste Brückenhälfte im Jahr 2026 stehen.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Merkel-Bildnis für Porträt-Galerie im Kanzleramt präsentiert

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt einen festen Platz in der Ahnengalerie des Bundeskanzleramts: Im Berliner Bode-Museum präsentierte der deutsch-französische Maler Jérémy Queyras am Dienstag ihr Porträt, das seinen endgültigen Platz im Kanzleramt finden soll. Queyras und Merkel enthüllten das zunächst hinter einem Tuch verborgene Gemälde gemeinsam - unter großem Applaus des Publikums, zu dem auch Merkels Mann Joachim Sauer gehörte.

Merkel-Porträt für Porträt-Galerie des Kanzleramts präsentiert

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt einen festen Platz in der Ahnengalerie des Bundeskanzleramts. Im Berliner Bode-Museum präsentierte der deutsch-französische Maler Jérémy Queyras am Dienstag das Porträtgemälde, das seinen endgültigen Platz in der Porträtgalerie des Kanzleramts finden soll. Dort hängen die gemalten Porträts aller deutschen Bundeskanzler. Zunächst soll das Merkel-Porträt aber noch bis zum 4. Oktober im Bode-Museum für die Öffentlichkeit zu sehen sei.

Veterinäramt rettet in Erfurt 93 Brieftauben vor Verdursten

Das Veterinäramt hat in Erfurt 93 Brieftauben vor dem Verdursten gerettet. Die Tiere waren in der Hitzewelle tagelang ohne Wasser und Futter sich selbst überlassen, wie die thüringische Landeshauptstadt am Dienstag mitteilte. Demnach fand der Einsatz am Montag auf einem Gartengrundstück im Ortsteil Marbach statt. Die Tauben wurden eingefangen und im Tierheim untergebracht.

Paketbombe in Monaco: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs

Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein aus der Ukraine stammender Oligarch schwer verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft in dem Fürstentum Ermittlungen wegen Mordversuchs aufgenommen. Es gebe keine Hinweise auf einen Terroranschlag, sagte Staatsanwalt Stéphane Thibault am Dienstag in Monaco. Er äußerte sich nicht zur Identität der drei Opfer.

Textgröße ändern: