Deutsche Tageszeitung - Dramatischer Rettungseinsatz in Pakistan erfolgreich beendet

Dramatischer Rettungseinsatz in Pakistan erfolgreich beendet


Dramatischer Rettungseinsatz in Pakistan erfolgreich beendet
Dramatischer Rettungseinsatz in Pakistan erfolgreich beendet / Foto: © AFP

Drama in schwindelnder Höhe: In einer spektakulären Bergungsaktion ist es Rettungskräften in Pakistan am Dienstag gelungen, die acht Insassen einer in hunderten Metern Höhe hängenden Seilbahn-Gondel zu retten. Wie Bilal Faizi von den pakistanischen Rettungskräften am Abend mitteilte, konnten die sechs Schüler sowie zwei Erwachsene in einem den ganzen Tag über dauernden Einsatz wohlbehalten geborgen werden. "Die beiden Erwachsenen waren die letzten, die gerettet wurden", sagte Faizi.

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Die acht Insassen befanden sich gegen 07.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MESZ) mit der Seilbahn über einem Tal der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Nordwesten des Landes. Auf der Mitte des Weges über dem Allai Tal blieb die Gondel in etwa 350 Metern Höhe plötzlich stecken.

Zahlreiche Helfer und Militärhubschrauber waren im Einsatz, um die sechs Kinder und zwei Erwachsenen aus ihrer Notlage zu befreien. Ein Militärhubschrauber ließ einen Soldaten an einem Gurt herab, um die Insassen der Gondel mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten zu versorgen.

Im Tal verfolgten Anwohner und Angehörige gebannt und voller Angst das dramatische Geschehen in der Luft. Zwei Schüler konnten in einem riskanten Einsatz per Hubschrauber aus der Gondel geholt werden. Ein Video der ersten Rettung zeigte einen Teenager, der am unteren Ende eines schwingenden Seils unter einem Hubschrauber hing und hochgezogen wurde.

Als das schwindende Tageslicht weitere Flüge verhinderte, nutzten Rettungskräfte das einzige Seil, an dem die Kabine über dem Tal hing, um die restlichen Insassen per Seilrutsche zu befreien.

Tanveer Ur Rehman, ein Verantwortlicher der örtlichen Behörden, schilderte, wie gefährlich der Einsatz war. "Dies ist ein heikler Vorgang, der äußerste Genauigkeit erfordert", sagte er über den Rettungseinsatz. Keinesfalls hätten sich die Hubschrauber der Seilbahn zu sehr nähern dürfen, da der Luftstrom der Rotorblätter das Seil der Gondel womöglich zerrissen hätte. Die pakistanische Armee hatte auf einem Berggipfel ein provisorisches Lager für die erste Hilfe eingerichtet.

In den bergigen Regionen Pakistans sind Seilbahnen oft die einzige Möglichkeit, um entlegene Dörfer zu erreichen. Beim Absturz einer Gondel 2017 in der Nähe der Hauptstadt Islamabad kamen zehn Menschen ums Leben.

(O.Zhukova--DTZ)

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