Deutsche Tageszeitung - 53-Jahre nach ihrer Trennung wird "letzter" Beatles-Song veröffentlicht

53-Jahre nach ihrer Trennung wird "letzter" Beatles-Song veröffentlicht


53-Jahre nach ihrer Trennung wird "letzter" Beatles-Song veröffentlicht
53-Jahre nach ihrer Trennung wird "letzter" Beatles-Song veröffentlicht / Foto: © AFP

53 Jahre nach der Trennung der Beatles gibt es in der nächsten Woche einen "neuen" Song der legendären britischen Band. Der noch von John Lennon stammende Song "Now and Then" sei mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz bearbeitet und ergänzt worden und werde am 2. November veröffentlicht, teilten die beiden letzten lebenden Bandmitglieder Paul McCartney und Ringo Starr am Donnerstag mit. Beide zeigten sich sehr "bewegt".

Textgröße ändern:

John Lennon hatte "Now and Then" in den 70er Jahren in seiner New Yorker Wohnung aufgenommen. Nach seiner Ermordung im Dezember 1980 schenkte seine Witwe Yoko Ono den anderen Bandmitgliedern die Demokassette mit Lennons Stimme und Klavierbegleitung. Sie bearbeiteten und ergänzten den Demotrack, doch reichte die Technik damals nicht, die Stimme des Verstorbenen in ausreichender Qualität zu extrahieren.

Mit Hilfe von KI sei dies nun gelungen, erklärte McCartney. "Am Ende hatten wir Johns Stimme, so klar wie Kristall". "Das ist sehr bewegend", fügte der 81-Jährige hinzu. "Wir spielen alle darauf, das ist eine echte Beatles-Aufnahme".

Dem Original-Track wurden Gitarrenaufnahmen von George Harrison aus dem Jahr 1995 hinzugefügt, bevor er 2001 starb. Im vergangenen Jahr wurde "Now and Then" dann in den Studios in Los Angeles mit Ringo Starrs Schlagzeug, Paul McCartneys Klavier und Bass sowie den Stimmen der beiden lebenden Beatles fertiggestellt.

"Es war für uns alle sehr bewegend", sagte auch der inzwischen 83-jährige Ringo Starr. "Es war, als wäre John unter uns."

Die Beatles hatten im April 1970 ihre Trennung bekannt gegeben, doch "die Beatlemania" hält bis heute an. Fans weltweit haben bereits versucht, die "Fab Four" mit Hilfe von KI wiederzuvereinen.

Dass es möglicherweise einen neuen, alten Song geben würde, hatte Paul McCartney bereits im vergangenen Juni im britischen Rundfunksender BBC enthüllt. Sie hätten es anhand einer "Demo von John" geschafft, die "letzte Aufnahme der Beatles" hinzubekommen, sagte er. Einen Titel nannte er nicht, doch war schon damals spekuliert worden, dass es sich um "Now and Then" handeln würde.

Der Song kommt am 2. November ab 13.00 Uhr GMT (14.00 Uhr MEZ) in den Verkauf. Am Vortag erscheint auf YouTube eine zwölfminütige Dokumentation der Beatles.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Massive Sicherheitsvorkehrungen zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Italien

Unmittelbar vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele sind in Italien die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft worden. Unter anderem waren am Freitag auf den Straßen von Mailand gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. In der Metropole und drei weiteren Orten Norditaliens soll am Abend parallel die große Eröffnungszeremonie für die Spiele stattfinden. Im Vorfeld rief der Papst zur "Olympischen Waffenruhe" auf.

Iranischer Regisseur Panahi fürchtet Opferung des iranischen Volkes bei Atomgesprächen

Der preisgekrönte iranische Filmemacher Jafar Panahi hat die Sorge geäußert, die Interessen des iranischen Volkes könnten bei den Gesprächen zwischen Vertretern der USA und des Iran am Freitag im Oman geopfert werden. "Das Volk hat in diesen Verhandlungen keinen Vertreter, und seine Interessen werden nie berücksichtigt", sagte Panahi am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Das iranische Volk könne "leicht" geopfert werden.

Stadtameisen bei Futter weniger wählerisch - Hinweis für Stresspegel

Stadtameisen sind beim Futter weniger wählerisch als ihre Artgenossen auf dem Land. Dass sich Ameisen in Großstädten mit verdünnter Nahrung begnügen, könnte Forschern zufolge ein möglicher Hinweis für Stress in städtischen Ökosystemen sein, wie die Freie Universität Berlin am Donnerstag berichtete.

Opfer unter Drogen gesetzt? Sohn von Mette-Marit weist Vorwürfe zurück

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby Vorwürfe zurückgewiesen, dass er andere Menschen ohne deren Wissen unter Drogen gesetzt habe. Er habe "noch nie jemanden unter Drogen gesetzt - so weit ich weiß", sagte der 29-Jährige am Donnerstag vor Gericht. Zuvor hatte eine der von ihm mutmaßlich vergewaltigten Frauen die Überzeugung geäußert, dass ihr ohne ihr Wissen Drogen verabreicht worden waren.

Textgröße ändern: