Deutsche Tageszeitung - Schweizer Käsemacher dominieren bei erster Raclette-Weltmeisterschaft

Schweizer Käsemacher dominieren bei erster Raclette-Weltmeisterschaft


Schweizer Käsemacher dominieren bei erster Raclette-Weltmeisterschaft
Schweizer Käsemacher dominieren bei erster Raclette-Weltmeisterschaft / Foto: © AFP

Alles geschmolzener Käse: In den Schweizer Alpen sind am Sonntag die ersten Raclette-Weltmeisterschaften zu Ende gegangen. Von den 90 Käsesorten, die bei der dreitägigen Veranstaltung in Morgins im Kanton Wallis getestet wurden, kam der Großteil aus der Schweiz - ebenso wie die Gewinner. In den drei Wettkampfkategorien konnte lediglich ein französischer Käse eine Silbermedaille erlangen.

Textgröße ändern:

"All diese Leute sind kleine Produzenten, die zu Beginn des Sommers mit ihren Kühen auf die Almen gehen", sagte der Gründer der Raclette-WM, Henri-Pierre Galletti. Der Wettbewerb sei eine Möglichkeit "ihre Arbeit wertzuschätzen, die hart ist, aber wirklich schön".

Das Wallis gilt als Ursprungsort des Gerichts aus geschmolzenem Käse. Morgins, das auf 1300 Meter Höhe unweit der Grenze zu Frankreich liegt, hieß für die Weltmeisterschaft mehr als 10.000 Raclette-Freunde willkommen, die bei den Feierlichkeiten dabei sein und die Ware testen konnten.

In der Küche wurden halbierte Käselaibe unter elektrischen Raclette-Grills mindestens 30 Sekunden erhitzt. Der geschmolzene Käse wurde auf einen Teller gekratzt und dann sofort zu den Juroren im Nebenraum gebracht. "Der Geschmack ist im Fett", sagte Racleur Jean-Michel Dubosson während des Wettbewerbs.

Juror und "Raclette-Papst" Eddy Baillifard sagte zum Bewertungsprozess: "Wir suchen nach einem Raclette, das cremig und glatt ist, ein schönes Aussehen und eine schöne Farbe hat." Im Bezug auf den Geschmack sei "eine schöne Textur" wichtig, und: "kein Faden, keine Schnüre, kein Kaugummi".

Die meisten der teilnehmenden Käsesorten kamen aus dem Wallis oder aus den benachbarten französischen Alpen. Allerdings waren auch Käse aus dem Rest der Schweiz, aus Belgien, Kanada, Italien und Rumänien vertreten. Für die nächste WM haben bereits Käsereien aus Großbritannien, Japan, Norwegen, Schweden und Kirgisistan Interesse angemeldet.

Und die Gewinner? In der Kategorie "Rohe Alpenmilch" gewann die Käserei Alpage de Tanay aus dem Wallis. Den Sieg in der Kategorie "Rohmilch" gewann die Käserei Le Pont, ebenfalls aus dem Wallis und die Käserei Seiler Sélection by Wyssmüller Maître Fromager aus dem Kanton Obwalden gewann in der Kategorie "Andere Käse". Als einzige nicht-schweizerische Käserei schaffte es Les Noisetiers aus Leschaux im französischen Departement Haute-Savoie in die Gewinnränge - mit einer Silbermedaille in der Kategorie "Rohmilch".

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: