Deutsche Tageszeitung - Medien: König Charles III. hat Prostata-OP in Londoner Klinik gut überstanden

Medien: König Charles III. hat Prostata-OP in Londoner Klinik gut überstanden


Medien: König Charles III. hat Prostata-OP in Londoner Klinik gut überstanden
Medien: König Charles III. hat Prostata-OP in Londoner Klinik gut überstanden / Foto: © AFP/Archiv

Der britische König Charles III. hat seine Operation wegen einer vergrößerten Prostata Berichten zufolge gut überstanden. Britische Medien berichteten am Freitag, der König sei "wohlauf". Der 75-jährige Monarch hatte sich nach Angaben des Buckingham-Palastes am Freitagmorgen für seine vorgesehene Behandlung in ein Londoner Krankenhaus begeben. Beobachter beschrieben, wie Charles mit seiner Frau Camilla die Privatklinik The London Clinic betrat.

Textgröße ändern:

"Seine Majestät möchte allen danken, die ihm in der vergangenen Woche ihre guten Wünsche übermittelt haben, und ist erfreut zu erfahren, dass seine Diagnose einen positiven Einfluss auf das öffentliche Gesundheitsbewusstsein hat", erklärte der Buckingham-Palast. Nach der OP wurde Camilla beim Verlassen der Klinik gesehen. Der britische Premierminister Rishi Sunak wünschte dem König nach Angaben einer Sprecherin eine "schnelle Genesung".

Der Palast hatte vergangene Woche in einem für das britische Königshaus ungewöhnlichen Schritt die Diagnose öffentlich gemacht. Demnach leidet Charles III. an einer "gutartigen" Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie), wie sie bei älteren Männern häufig auftritt.

Wird sie nicht behandelt, kann es zu einem Nachlassen der Blasenfunktion sowie zu Harnwegsinfektionen kommen. Nach Angaben von britischen Königshaus-Reportern hatte Charles bewusst entschieden, mit seinen Problemen an die Öffentlichkeit zu gehen, um andere Männer mit möglichen Symptomen zu einer Untersuchung zu ermuntern.

Die Aktion war offenbar erfolgreich: Die entsprechende Website des britischen Gesundheitsdienstes (NHS) wurde innerhalb von 48 Stunden über 26.000 Mal aufgerufen. Davor wurde sie durchschnittlich 1.400 Mal pro Tag besucht.

Charles wird in der gleichen Privatklinik wie seine Schwiegertochter Kate behandelt. Die Frau von Thronfolger Prinz William wurde dort am Unterleib operiert und wird vermutlich bis Ende März nicht mehr öffentlich auftreten. Laut Medienberichten soll Charles die 42-Jährige dort kurz vor seiner Operation besucht haben.

Wie lange Charles im Krankenhaus bleiben muss, ist nicht bekannt. Die Zeitung "The Times" berichtete, er werde voraussichtlich zwei Tage bleiben, um sich von der OP zu erholen.

Es ist das erste Mal seit seiner Thronbesteigung im September 2022, dass Charles öffentliche Termine wegen eines Klinikaufenthaltes streichen musste. Seit dem Tod seiner Mutter Elizabeth II. hat der 75-Jährige ein dicht gefülltes Programm an öffentlichen Auftritten absolviert. Seine Frau Camilla erklärte vergangene Woche, dass er allgemein bei guter Gesundheit sei und sich darauf freue, nach seinem Eingriff "zur Arbeit zurückzukehren".

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Massive Sicherheitsvorkehrungen zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Italien

Unmittelbar vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele sind in Italien die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft worden. Unter anderem waren am Freitag auf den Straßen von Mailand gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. In der Metropole und drei weiteren Orten Norditaliens soll am Abend parallel die große Eröffnungszeremonie für die Spiele stattfinden. Im Vorfeld rief der Papst zur "Olympischen Waffenruhe" auf.

Iranischer Regisseur Panahi fürchtet Opferung des iranischen Volkes bei Atomgesprächen

Der preisgekrönte iranische Filmemacher Jafar Panahi hat die Sorge geäußert, die Interessen des iranischen Volkes könnten bei den Gesprächen zwischen Vertretern der USA und des Iran am Freitag im Oman geopfert werden. "Das Volk hat in diesen Verhandlungen keinen Vertreter, und seine Interessen werden nie berücksichtigt", sagte Panahi am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Das iranische Volk könne "leicht" geopfert werden.

Stadtameisen bei Futter weniger wählerisch - Hinweis für Stresspegel

Stadtameisen sind beim Futter weniger wählerisch als ihre Artgenossen auf dem Land. Dass sich Ameisen in Großstädten mit verdünnter Nahrung begnügen, könnte Forschern zufolge ein möglicher Hinweis für Stress in städtischen Ökosystemen sein, wie die Freie Universität Berlin am Donnerstag berichtete.

Opfer unter Drogen gesetzt? Sohn von Mette-Marit weist Vorwürfe zurück

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby Vorwürfe zurückgewiesen, dass er andere Menschen ohne deren Wissen unter Drogen gesetzt habe. Er habe "noch nie jemanden unter Drogen gesetzt - so weit ich weiß", sagte der 29-Jährige am Donnerstag vor Gericht. Zuvor hatte eine der von ihm mutmaßlich vergewaltigten Frauen die Überzeugung geäußert, dass ihr ohne ihr Wissen Drogen verabreicht worden waren.

Textgröße ändern: