Deutsche Tageszeitung - Nach Blockade wegen Deepfake-Pornos: Suche nach "Taylor Swift" bei X wieder möglich

Nach Blockade wegen Deepfake-Pornos: Suche nach "Taylor Swift" bei X wieder möglich


Nach Blockade wegen Deepfake-Pornos: Suche nach "Taylor Swift" bei X wieder möglich
Nach Blockade wegen Deepfake-Pornos: Suche nach "Taylor Swift" bei X wieder möglich / Foto: © AFP/Archiv

Nach Einschränkungen als Reaktion auf einen gefälschten Porno, der angeblich Taylor Swift zeigt, hat der Onlinedienst X Suchanfragen nach dem US-Popstar wieder freigegeben. Anfragen mit dem Suchbegriff "Taylor Swift" hatten am Wochenende ins Leere geführt, am Montag (Ortszeit) beendete X (früher Twitter) die Blockade solcher Suchanfragen jedoch.

Textgröße ändern:

Anfragen mit der Kombination "Taylor Swift" und "AI"/"KI" (Künstliche Intelligenz) wurden jedoch weiterhin blockiert, Nutzer erhielten Rückmeldungen wie "Etwas ist schief gelaufen".

Die Verbreitung eines mit KI erzeugten Pornos, für den die Gesichtszüge von Swift verwendet wurden, hatte zuvor für Aufregung gesorgt. Nicht nur Fans des Pop-Phänomens, sondern auch zahlreiche Promis und das Weiße Haus kritisierten den Deepfake-Porno. Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Karine Jean-Pierre, sagte: "Traurigerweise ist bekannt, dass die mangelnde Durchsetzung von Regeln unverhältnismäßig große Auswirkungen auf Frauen und Mädchen hat, die die Hauptziele von Online-Belästigung sind."

Twitter blockierte in der Folge die Suche nach dem gefälschten Porno. Twitter-Manager Joe Benarroch sagte der US-Website "The Verge", die Blockade der Suchanfragen sei eine vorübergehende Schutzmaßnahme.

Gefälschte pornografische Bilder von Prominenten sind nichts Neues. Experten fürchten allerdings, dass die Nutzung von Künstlicher Intelligenz zu einer wahren Flut an solchen problematischen Inhalten führen wird.

X ist Analysten zufolge eine der bedeutendsten Plattformen für die Verbreitung pornografischer Inhalte. Die Regeln dagegen sind bei dem Unternehmen von Milliardär Elon Musk deutlich laxer als bei den Netzwerken Facebook und Instagram von Mark Zuckerbergs Meta-Konzern. Vergangene Woche erinnerte X allerdings daran, dass die Verbreitung von Nacktbildern ohne Zustimmung der Dargestellten "strikt" verboten sei und das Unternehmen in solchen Fällen eine "Null-Toleranz-Politik" verfolge.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Großbritannien: Widerstand gegen geplanten Festival-Auftritt von Kanye West

Der geplante Auftritt von US-Rapper Kanye West bei dem Musikfestival Wireless in London hat in Großbritannien eine Kontroverse ausgelöst. Die Getränkehersteller Pepsi und Diageo gaben am Sonntag ihren Rückzug als Sponsoren des Festivals bekannt. Aktivisten gegen Antisemitismus forderten die britische Regierung auf, dem Rapper die Einreise in das Land zu verweigern.

Ohne Andrew und seine Familie: Royals bemühen sich zu Ostern um geeintes Auftreten

Demonstrativ geeint, aber ohne Andrew und seine Familie: Die britischen Royals haben bei ihrem traditionellen Osterauftritt offensichtlich ein Zeichen der Stärke senden wollen. König Charles III. und seine Frau Camilla nahmen am Sonntag ebenso am Ostergottesdienst in Windsor teil wie Kronprinz William und seine Frau Catherine mit ihren drei Kindern. Auch Charles' Geschwister Prinz Edward und Prinzessin Anne waren dabei.

Emanuell Charis: Warum sich Menschen zurückziehen - obwohl sie Interesse haben

Emanuell Charis erklärt: Warum sich Menschen zurückziehen - obwohl echtes Interesse vorhanden ist

Vor Ostseeküste liegender Wal soll nach Ostern erneut begutachtet werden

Der vor der Ostseeküste im Sterben liegende Buckelwal hat seine Position nicht verändert - lebt aber noch. "Der Wal atmet alle vier bis fünf Minuten und gibt auch Laute von sich", erklärte am Samstag Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). "Nach den Ostertagen sollen noch einmal Fachleute den Gesundheitszustand des Tieres begutachten." Dies sei für alle weiteren Planungen wichtig.

Textgröße ändern: