Deutsche Tageszeitung - Dokumentarfilm "Dahomey" gewinnt Goldenen Bären der Berlinale

Dokumentarfilm "Dahomey" gewinnt Goldenen Bären der Berlinale


Dokumentarfilm "Dahomey" gewinnt Goldenen Bären der Berlinale
Dokumentarfilm "Dahomey" gewinnt Goldenen Bären der Berlinale / Foto: © AFP

Der Goldene Bär für den besten Film ist bei der diesjährigen 74. Berlinale an den Dokumentarfilm "Dahomey" vergeben worden, in dem es um die Rückführung von Beutekunst an das heutige Benin in Westafrika geht. Die internationale Jury teilte ihre Entscheidung für den Film der französisch-senegalesischen Filmemacherin und Schauspielerin Mati Diop bei der Preisverleihung am Samstag mit.

Textgröße ändern:

Der Film befasst sich mit der Frage, unter welchen Bedingungen 26 Kunstschätze von Paris nach Benin, dem früheren Königreich Dahomey, zurückgegeben werden können. Die Kunstschätze waren 1892 von französischen Kolonialtruppen geraubt worden.

Diop sagte in ihrer Dankesrede, eine Rückführung von Beutekunst heiße "Gerechtigkeit schaffen". Man habe die Wahl, die Vergangenheit als eine Last loszuwerden oder die Verantwortung dafür zu übernehmen, betonte die 41-Jährige.

Beim diesjährigen Filmfestival konkurrierten 20 Produktionen um die begehrten Hauptpreise, zwei davon kamen aus Deutschland. Bereits am Dienstag war der US-Filmemacher Martin Scorsese mit dem Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Im vergangenen Jahr gewann der französische Dokumentarfilm "Sur l'Adamant" den Goldenen Bären.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Großbritannien: Widerstand gegen geplanten Festival-Auftritt von Kanye West

Der geplante Auftritt von US-Rapper Kanye West bei dem Musikfestival Wireless in London hat in Großbritannien eine Kontroverse ausgelöst. Die Getränkehersteller Pepsi und Diageo gaben am Sonntag ihren Rückzug als Sponsoren des Festivals bekannt. Aktivisten gegen Antisemitismus forderten die britische Regierung auf, dem Rapper die Einreise in das Land zu verweigern.

Ohne Andrew und seine Familie: Royals bemühen sich zu Ostern um geeintes Auftreten

Demonstrativ geeint, aber ohne Andrew und seine Familie: Die britischen Royals haben bei ihrem traditionellen Osterauftritt offensichtlich ein Zeichen der Stärke senden wollen. König Charles III. und seine Frau Camilla nahmen am Sonntag ebenso am Ostergottesdienst in Windsor teil wie Kronprinz William und seine Frau Catherine mit ihren drei Kindern. Auch Charles' Geschwister Prinz Edward und Prinzessin Anne waren dabei.

Emanuell Charis: Warum sich Menschen zurückziehen - obwohl sie Interesse haben

Emanuell Charis erklärt: Warum sich Menschen zurückziehen - obwohl echtes Interesse vorhanden ist

Vor Ostseeküste liegender Wal soll nach Ostern erneut begutachtet werden

Der vor der Ostseeküste im Sterben liegende Buckelwal hat seine Position nicht verändert - lebt aber noch. "Der Wal atmet alle vier bis fünf Minuten und gibt auch Laute von sich", erklärte am Samstag Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). "Nach den Ostertagen sollen noch einmal Fachleute den Gesundheitszustand des Tieres begutachten." Dies sei für alle weiteren Planungen wichtig.

Textgröße ändern: