Deutsche Tageszeitung - Umfrage: 69 Prozent würden für höhere Tierschutzstandards auch mehr Geld zahlen

Umfrage: 69 Prozent würden für höhere Tierschutzstandards auch mehr Geld zahlen


Umfrage: 69 Prozent würden für höhere Tierschutzstandards auch mehr Geld zahlen
Umfrage: 69 Prozent würden für höhere Tierschutzstandards auch mehr Geld zahlen / Foto: © AFP/Archiv

Die Bereitschaft, für mehr Tierschutz auch mehr Geld für Lebensmittel zu zahlen, ist einer Umfrage zufolge unter den europäischen Verbraucherinnen und Verbrauchern hoch. Eine Befragung in acht EU-Staaten im Auftrag des europäischen Verbraucherschutzverbands Beuc ergab, dass zum einen 88,5 Prozent der Befragten eine Anhebung von Tierhaltungsstandards befürworten, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Dienstag mitteilte. Zudem sind 69 Prozent bereit, dafür auch mehr Geld zu zahlen.

Textgröße ändern:

Verbraucherinnen und Verbraucher wollen der Umfrage zufolge außerdem wissen, wie die Tiere gehalten werden. Rund 72 Prozent wünschen sich demnach eine Haltungskennzeichnung, wie es sie bereits europaweit bei Eiern gibt, auch für andere Tierarten und Produkte. In Deutschland liegt diese Zustimmung sogar bei knapp 77 Prozent - hier gibt es bereits eine staatliche Haltungskennzeichnung für unverarbeitetes Schweinefleisch.

Die Umfrage wurde in Deutschland, Belgien, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien und Schweden vorgenommen, sie ist laut vzbv repräsentativ. Der Fragebogen wurde an rund 1000 Befragte pro Land verteilt.

Verbraucherinnen und Verbraucher seien "bereit, ihren Beitrag für mehr Tierwohl zu leisten", erklärte dazu vzbv-Chefin Ramona Pop. Eine zeitlich beschränkte Tierwohlabgabe sei sinnvoll, um den Umbau der Tierhaltung finanziell zu unterstützen, fuhr sie fort. Sie dürfe aber nur Landwirtinnen und Landwirten zugute kommen, die nachweislich für mehr Tierwohl sorgten.

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) befürwortet eine Tierwohlabgabe. Empfehlungen für eine solche Abgabe hatte eine Kommission unter dem Vorsitz des einstigen Landwirtschaftsministers Jochen Borchert schon Anfang 2020 vorgelegt. Demnach könnten etwa je Kilo Fleisch 40 Cent Aufschlag fällig werden.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Ukrainischer Oligarch bei mutmaßlichem Anschlag im Fürstentum Monaco verletzt

Im Fürstentum Monaco ist mutmaßlich ein Anschlag verübt worden, bei dem der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajewund zwei weitere Menschen verletzt wurden. Wie die monegassischen Behörden mitteilten, erlitten durch die Explosion in einem Wohngebäude am Montagabend zwei Erwachsene lebensgefährliche Verletzungen; ein 13-Jähriger wurde leicht verletzt. Aus Kreisen der Ermittler erfuhr AFP, dass Jermolajew unter den Opfern war.

Nach deutschem WM-Aus Trost vom Kanzler - ausgelassene Feiern in Paraguay

Nach dem blamablen WM-Aus hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Trost zugesprochen. "Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel!", schrieb der Kanzler in der Nacht zum Dienstag im Onlinedienst X. "Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch."

US-Militär: Hafen im vom Erdbeben zerstörten La Guaira wieder in Betrieb

Nach Reparaturarbeiten durch Spezialisten des US-Militärs ist der Hafen der vom Erdbeben in Venezuela zerstörten Stadt La Guaira wieder in Betrieb genommen worden. Wie das US-Südkommando am Montag in Washington mitteilte, steuert das Marineschiff USS Fort Lauderdale den Hafen nun an, um Hilfsgüter und Ausrüstung in die Katastrophenregion zu bringen.

Nach WM-Aus Trost vom Kanzler: "Wir sind stolz auf euch"

Nach dem blamablen WM-Aus hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Trost zugesprochen. "Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel!", schrieb der Kanzler in der Nacht zum Dienstag im Onlinedienst X. "Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch."

Textgröße ändern: