Deutsche Tageszeitung - Großbritannien nach Krebsdiagnose von Prinzessin Kate unter Schock

Großbritannien nach Krebsdiagnose von Prinzessin Kate unter Schock


Großbritannien nach Krebsdiagnose von Prinzessin Kate unter Schock
Großbritannien nach Krebsdiagnose von Prinzessin Kate unter Schock / Foto: © BBC STUDIOS/AFP

Das britische Königreich unter Schock: Nachdem Prinzessin Kate ihre Krebsdiagnose öffentlich gemacht hat, loben viele Menschen den Mut der 42-Jährigen und äußern die Hoffnung auf eine baldige Genesung. Die britischen Zeitungen berichteten am Samstag allesamt auf Seite Eins über das Schicksal der beliebten Prinzessin. "Kate, Du bist nicht allein", titelte die Boulevardzeitung "The Sun".

Textgröße ändern:

In einer Videobotschaft hatte Kate am Freitag ihre Krebsdiagnose öffentlich gemacht, nachdem in den vergangenen Wochen vielfach über ihren Gesundheitszustand spekuliert worden war. Die Krebserkrankung sei nach ihrer Bauch-Operation Mitte Januar entdeckt worden, sagte die Prinzessin von Wales. Sie unterziehe sich nun einer Chemotherapie.

Es gehe ihr aber "gut" und sie fühle sich "von Tag zu Tag kräftiger", sagte sie. Die Ärzte hätten ihr geraten, sich einer "vorbeugenden Chemotherapie" zu unterziehen "und ich befinde mich jetzt in der Anfangsphase dieser Behandlung". An welcher Art Krebs sie genau leidet, sagte sie nicht.

Für die Briten war es die zweite Hiobsbotschaft aus ihrem Königshaus, nachdem König Charles III. erst Anfang Februar seinerseits eine Krebserkrankung bekannt gegeben hatte. Charles III. erklärte am Freitagabend, er sei "stolz" auf Kate, die mit der Bekanntgabe ihrer Krebsdiagnose "Mut" bewiesen habe.

Auch der mit seiner Familie zerstrittene Prinz Harry und seine Frau Meghan wünschten ihrer Schwägerin unmittelbar nach Bekanntgabe der Nachricht "Gesundheit und Heilung". "Wir wünschen Kate und ihrer Familie Gesundheit und Heilung und hoffen, dass sie dies privat und in Ruhe tun können", hieß es am Freitag in einer Erklärung des im US-Bundesstaat Kalifornien lebenden Paares.

"The Sun" schrieb am Samstag, es sei "unglaublich tröstlich" zu hören, dass sich Kate schon wieder etwas besser fühle. Vielleicht werde die Welt nun verstehen, weshalb es so viel Geheimnisse um ihre Operation im Januar gegeben habe. Kommentatoren würdigten die natürliche Art und Weise, in der Kate auf einer Gartenbank sitzend vor laufender Kamera ihre Landsleute über ihre Erkrankung informierte.

"Viele Menschen werden sehr gerührt sein von der Art, wie sie sich bei dieser Aufnahme gegeben hat", sagte der Experte für das britische Königshaus, Richard Fitzwilliams, AFP. "Aber es gibt keinen Zweifel, dass dies eine sehr, sehr schwierige Zeit für die Institution der Monarchie ist."

Prinzessin Catherine - allgemein nur Kate genannt - war am 9. Januar 42 Jahre alt geworden. Mit William, dem älteren Sohn von König Charles III., hat sie drei Kinder: den zehnjährigen George, die achtjährige Charlotte und den fünfjährigen Louis. Den letzten öffentlichen Termin vor ihrer Erkrankung hatte sie am 25. Dezember wahrgenommen.

Bei König Charles III. war die Krebserkrankung im Januar bei einem Krankenhausaufenthalt wegen einer gutartigen Vergrößerung der Prostata entdeckt worden. Laut Palast handelt es sich nicht um Prostata-Krebs. Der 75-jährige begann eine Therapie und lässt seine öffentlichen Verpflichtungen derzeit ruhen.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: