Deutsche Tageszeitung - Kleiner Taco-Imbiss in Mexiko-Stadt mit Michelin-Stern ausgezeichnet

Kleiner Taco-Imbiss in Mexiko-Stadt mit Michelin-Stern ausgezeichnet


Kleiner Taco-Imbiss in Mexiko-Stadt mit Michelin-Stern ausgezeichnet
Kleiner Taco-Imbiss in Mexiko-Stadt mit Michelin-Stern ausgezeichnet / Foto: © AFP

Sterne-Küche in der Imbissbude: Das winzige Taco-Restaurant El Califa de Léon in Mexiko-Stadt ist als eines der ersten Restaurants in Mexiko mit einem Stern des Restaurantführers Guide Michelin ausgezeichnet worden. Besitzer Mario Hernández sagte am Mittwoch, das einzige "Geheimnis" bei der Zubereitung seiner gefüllten Maistortillas seien "Liebe und Mühe".

Textgröße ändern:

Der von seinen Eltern gegründete Familienbetrieb im Stadtteil San Rafael ist auf vier Taco-Sorten spezialisiert und bietet nur wenige Stehplätze an. "Diese Taqueria mag schlicht sein und gerade genug Platz für eine Handvoll Gäste an der Theke bieten, aber ihre Kreation, der Gaonera-Taco, ist außergewöhnlich", schwärmt der Guide Michelin auf seiner Website.

"Dünn geschnittenes Rinderfilet wird auf Bestellung fachmännisch zubereitet und nur mit Salz und einem Spritzer Limette gewürzt", berichten die Restaurant-Experten. "Gleichzeitig bereitet ein zweiter Koch nebenbei die hervorragenden Maistortillas zu." Die Kombination sei perfekt.

Die Taqueria wurde vor mehr als 50 Jahren von den Eltern des heutigen Besitzers gegründet. "Mein Vater sagte: 'Soll ich dir das Geheimnis des Fleisches verraten? Es gibt kein Geheimnis, nur Liebe und Mühe'", berichtete der 66-jährige Hernández, der am Mittwochmittag neben Stammgästen auch etliche Journalisten und Restaurant-Experten bewirtete. Sein Vater habe ihm aber beigebracht, immer auf Qualität, guten Service und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu achten, denn "das Leben ist ein Glücksrad und es geht Auf und Ab."

Der prämierte Gaonera-Taco, der umgerechnet etwa 4,50 Euro kostet, wurde zu Ehren des mexikanischen Stierkämpfers Rodolfo Gaona kreiert, dessen Spitzname El Califa de Léon war.

Die Michelin-Sterne gelten als eine der wichtigsten Restaurant-Auszeichnungen weltweit. In der ersten Mexiko-Ausgabe des Guide Michelin, die am Dienstag erschienen ist, werden noch zwei weitere, deutlich gehobenere Restaurants in Mexiko-Stadt prämiert, die jeweils Sterne bekamen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Suche in Erdbebenregion in Venezuela dauert an - Hoffnung auf weitere Überlebende sinkt

Mehr als vier Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela sinkt die Hoffnung, noch weitere Überlebende bergen zu können. Französische und US-Einsatzkräfte retteten zuletzt am Sonntag im Ort Caraballeda einen Jugendlichen und dessen Vater lebend aus den Trümmern. Die Zahl der Todesopfer stieg nach Regierungsangaben auf mindestens 1450, zehntausende Menschen werden noch vermisst. Hunderte Häuser sind eingestürzt oder schwer beschädigt. Millionen von Menschen sind ohne Strom und Wasser und auf Hilfe angewiesen. Unterdessen bebt in dem Land weiter die Erde.

US-Soldaten bei der Öffnung von Hafen und Flughafen in Venezuela im Einsatz

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela sind zahlreiche US-Soldaten im Einsatz, um vor allem den Verkehr am Flughafen von Caracas und am Seehafen von La Guaira wieder in Gang zu bringen. Ein Team von rund hundert Soldaten der Luftwaffe mit Erfahrung im Flugplatzmanagement unterstütze die venezolanischen Behörden dabei, den "lebenswichtigen Zufluss und Abfluss des Luftverkehrs" zu erweitern, teilte das US-Südkommando Southcom am Sonntag in Washington mit.

Britische Prinzessin Kate erklimmt drei Gipfel - Unterstützung für Krebshilfe

Die britische Prinzessin Kate hat binnen 24 Stunden die drei höchsten Berge von England, Schottland und Wales bestiegen, um auf die Bedeutung eines "ganzheitlichen" Ansatzes in der Krebsbehandlung hinzuweisen. Die 44-Jährige, die vor gut zwei Jahren an Krebs erkrankt war, erklärte am Sonntag im Onlinedienst Instagram, sie habe die "Drei-Gipfel-Herausforderung" zur Unterstützung der Royal Marsden Cancer Charity angenommen. Die Organisation unterstützt Krebspatienten in dem Krankenhaus, in dem Kate selbst behandelt wurrde.

Gewerkschaft: Bundespolizei droht im nächsten Jahr Engpass bei den Bodycams

Der Bundespolizei droht nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im kommenden Jahr ein Engpass bei der Ausstattung mit Bodycams. Eine Ausschreibung über 2500 neue Geräte mit einer Option auf weitere 1500 sei gescheitert, sagte der GdP-Vorsitzende Andreas Roßkopf der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Im kommenden Jahr werden die Beamten womöglich ohne einsatzfähige Bodycams dastehen", sagte Roßkopf.

Textgröße ändern: