Deutsche Tageszeitung - Brigitte Bardot macht sich bei Erdogan für Straßenhunde stark

Brigitte Bardot macht sich bei Erdogan für Straßenhunde stark


Brigitte Bardot macht sich bei Erdogan für Straßenhunde stark
Brigitte Bardot macht sich bei Erdogan für Straßenhunde stark / Foto: © AFP/Archiv

Die französische Film-Ikone und Tierschützerin Brigitte Bardot hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dazu aufgerufen, ein Gesetzesprojekt zur möglichen Tötung von hunderttausenden Straßenhunden zurückzuziehen. "Lassen Sie die Türkei nicht zu einem Land werden, das wegen seiner Grausamkeit gegenüber sensiblen Lebewesen, die unsere treuesten Begleiter sind, geschmäht und kritisiert wird", schrieb Bardot am Dienstag in einem Brief, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Textgröße ändern:

Bisher könnten streuende Katzen und Hunde in der Türkei "in Harmonie mit der Bevölkerung" leben, schrieb die Gründerin einer Tierschutzstiftung weiter. Das geplante Gesetz wird von kritisiert und sorgte für Demonstrationen. Es sieht vor, dass Straßenhunde gefangen und sterilisiert werden. Wenn sich niemand findet, der sie adoptiert, sollen sie getötet werden.

In der Türkei gibt es etwa vier Millionen streunende Hunde, so viel wie in keinem anderen entwickelten Land der Welt, wie Erdogan Ende Mai sagte. Der Präsident verwies auf Risiken wie die hohen Tollwutzahlen und Vorfälle mit Hunden, bei denen laut Erdogan in den vergangenen fünf Jahren 55 Menschen getötet und mehr als 5000 verletzt wurden.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Massive Sicherheitsvorkehrungen zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Italien

Unmittelbar vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele sind in Italien die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft worden. Unter anderem waren am Freitag auf den Straßen von Mailand gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. In der Metropole und drei weiteren Orten Norditaliens soll am Abend parallel die große Eröffnungszeremonie für die Spiele stattfinden. Im Vorfeld rief der Papst zur "Olympischen Waffenruhe" auf.

Iranischer Regisseur Panahi fürchtet Opferung des iranischen Volkes bei Atomgesprächen

Der preisgekrönte iranische Filmemacher Jafar Panahi hat die Sorge geäußert, die Interessen des iranischen Volkes könnten bei den Gesprächen zwischen Vertretern der USA und des Iran am Freitag im Oman geopfert werden. "Das Volk hat in diesen Verhandlungen keinen Vertreter, und seine Interessen werden nie berücksichtigt", sagte Panahi am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Das iranische Volk könne "leicht" geopfert werden.

Stadtameisen bei Futter weniger wählerisch - Hinweis für Stresspegel

Stadtameisen sind beim Futter weniger wählerisch als ihre Artgenossen auf dem Land. Dass sich Ameisen in Großstädten mit verdünnter Nahrung begnügen, könnte Forschern zufolge ein möglicher Hinweis für Stress in städtischen Ökosystemen sein, wie die Freie Universität Berlin am Donnerstag berichtete.

Opfer unter Drogen gesetzt? Sohn von Mette-Marit weist Vorwürfe zurück

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby Vorwürfe zurückgewiesen, dass er andere Menschen ohne deren Wissen unter Drogen gesetzt habe. Er habe "noch nie jemanden unter Drogen gesetzt - so weit ich weiß", sagte der 29-Jährige am Donnerstag vor Gericht. Zuvor hatte eine der von ihm mutmaßlich vergewaltigten Frauen die Überzeugung geäußert, dass ihr ohne ihr Wissen Drogen verabreicht worden waren.

Textgröße ändern: