Deutsche Tageszeitung - Brigitte Bardot macht sich bei Erdogan für Straßenhunde stark

Brigitte Bardot macht sich bei Erdogan für Straßenhunde stark


Brigitte Bardot macht sich bei Erdogan für Straßenhunde stark
Brigitte Bardot macht sich bei Erdogan für Straßenhunde stark / Foto: © AFP/Archiv

Die französische Film-Ikone und Tierschützerin Brigitte Bardot hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dazu aufgerufen, ein Gesetzesprojekt zur möglichen Tötung von hunderttausenden Straßenhunden zurückzuziehen. "Lassen Sie die Türkei nicht zu einem Land werden, das wegen seiner Grausamkeit gegenüber sensiblen Lebewesen, die unsere treuesten Begleiter sind, geschmäht und kritisiert wird", schrieb Bardot am Dienstag in einem Brief, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Textgröße ändern:

Bisher könnten streuende Katzen und Hunde in der Türkei "in Harmonie mit der Bevölkerung" leben, schrieb die Gründerin einer Tierschutzstiftung weiter. Das geplante Gesetz wird von kritisiert und sorgte für Demonstrationen. Es sieht vor, dass Straßenhunde gefangen und sterilisiert werden. Wenn sich niemand findet, der sie adoptiert, sollen sie getötet werden.

In der Türkei gibt es etwa vier Millionen streunende Hunde, so viel wie in keinem anderen entwickelten Land der Welt, wie Erdogan Ende Mai sagte. Der Präsident verwies auf Risiken wie die hohen Tollwutzahlen und Vorfälle mit Hunden, bei denen laut Erdogan in den vergangenen fünf Jahren 55 Menschen getötet und mehr als 5000 verletzt wurden.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: