Deutsche Tageszeitung - Maul- und Klauenseuche: EU-Kommission mit Schutzzone in Brandenburg einverstanden

Maul- und Klauenseuche: EU-Kommission mit Schutzzone in Brandenburg einverstanden


Maul- und Klauenseuche: EU-Kommission mit Schutzzone in Brandenburg einverstanden
Maul- und Klauenseuche: EU-Kommission mit Schutzzone in Brandenburg einverstanden / Foto: © AFP

Nach dem Fall von Maul- und Klauenseuche (MKS) auf einem Hof in Brandenburg bleiben die vom Land verhängten Schutz- und Überwachungszonen bestehen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium teilte am Mittwoch mit, die EU-Kommission habe die Sperrzonen bestätigt, die eine Ausbreitung der Seuche verhindern sollen. Weitere Ansteckungsfälle in Deutschland wurden derweil nicht festgestellt.

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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) sprach von einem "Lichtblick für die Landwirtinnen und Landwirte", da die bislang gesperrte Zone nicht noch vergrößert wird. "Fleisch und auch Milchprodukte, die außerhalb der Sperrzone erzeugt wurden, können damit weiter in der EU gehandelt werden", betonte Özdemir. "Ziel muss weiterhin sein, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern", fügte er hinzu.

Vergangene Woche waren auf einem Hof im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland drei Wasserbüffel an MKS verendet, nachdem es zuvor auch in Deutschland jahrzehntelang keine Fälle gegeben hatte. Elf weitere Tiere desselben Betriebes wurden anschließend vorsorglich getötet. Weitere Fälle der Krankheit wurden seitdem nicht festgestellt.

Die zuständigen Veterinärämter untersuchten alle Betriebe im Umkreis von einem Kilometer zum betroffenen Hof und richteten eine Schutzzone und eine Überwachungszone ein. Zudem wurden Tiere weiterer Betriebe getötet, weil ein Kontakt mit dem Ausbruchsbetrieb nicht ausgeschlossen werden konnte. Bis Mittwochabend gilt innerhalb Brandenburgs ein Transportverbot für Schweine, Schafe, Rinder und Ziegen.

Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Klauentieren, also Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen. Auch viele Zoo- und Wildtiere können an MKS erkranken. Für Menschen ist die Seuche ungefährlich. Allerdings könnten sie das Virus übertragen.

(B.Izyumov--DTZ)

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