Deutsche Tageszeitung - Przewalski-Pferde aus Berlin in kasachischer Steppe ausgewildert

Przewalski-Pferde aus Berlin in kasachischer Steppe ausgewildert


Przewalski-Pferde aus Berlin in kasachischer Steppe ausgewildert
Przewalski-Pferde aus Berlin in kasachischer Steppe ausgewildert / Foto: © AFP/Archiv

Vier Przewalski-Pferde aus dem Berliner Tierpark sind in der kasachischen Steppe ausgewildert worden. Nach monatelanger Eingewöhnung im Wiederansiedlungszentrum Alibi in Kasachstan seien nun die Gatter geöffnet und die Tiere in die Altyn-Dala-Steppe entlassen worden, teilte der Zoo Berlin am Donnerstag mit. Die Tiere, die in der Wildnis ausgestorben sind, sollen dort dauerhaft wieder angesiedelt werden.

Textgröße ändern:

Die Herde, die aus vier Berliner und drei Pferden aus dem Prager Zoo besteht, ist den Angaben zufolge die erste, die sich nun wieder selbstständig in der Altyn-Dala-Steppe bewegt - dem historischen Verbreitungsgebiet der Przewalski-Pferde. In den vergangenen Monaten habe sich die Herde im Wiederansiedlungszentrum gut akklimatisiert und sei eng zusammengewachsen, erklärte der Zoologische Leiter des Berliner Zoos, Christian Kern.

Die Ansiedlung der Tiere ist Teil eines internationalen Erhaltungszuchtprogramms unter Federführung des Prager Zoos. Mit weiteren Tieren aus europäischen Zoos und Zuchtinstitutionen soll die Grundlage für eine künftige Wildpopulation geschaffen werden. Das Projekt stehe exemplarisch für den modernen Artenschutz, teilte der Direktor des Berliner Zoos, Andreas Knieriem, mit. "Dass Tiere aus unserer Obhut nun dabei helfen, ein ganzes Ökosystem zu stärken, ist eine große Auszeichnung für unsere Arbeit."

Die Altyn-Dala-Steppe mit ihren riesigen Graslandschaften, Halbwüsten und Feuchtgebieten bietet ideale Lebensbedingungen für eine Vielzahl von Wildtieren. Die grasfressenden Przewalski-Pferde leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und Widerstandsfähigkeit des Ökosystems.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Sony stellt Verkauf von Roboterhündchen Aibo in Japan ein

Sony stellt den Verkauf seines beliebtes Roboterhündchen Aibo in Japan ein. Die Lagerbestände des aktuellen Modells ERS-1000 würden jedoch noch abverkauft, erklärte der Elektronikkonzern. Dienstleistungen wie technische Unterstützung, Ersatzteile und Abonnements für Onlineclouddienste zur Speicherung von Daten des Roboterhundes würden weiterhin angeboten.

Stuttgarter Feuerwehr rettet vier junge Turmfalken aus heißer Blechverkleidung

Aus einer aufgeheizten Blechverkleidung hat die Feuerwehr in Stuttgart vier junge Turmfalken gerettet. Wie die Einsatzkräfte am Donnerstagabend in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mitteilten, wurden sie am Nachmittag vom Umweltamt angefordert. Die Jungvögel steckten demnach in einem Wohn- und Geschäftshaus hinter einer gut 65 Grad Celsius heißen Blechverkleidung eines Kamins fest.

Polizisten retten in Thüringen Schwanenfamilie von Straße

Polizisten haben im thüringischen Gera eine Schwanenfamilie von einer Straße gerettet. Die zwei Elterntiere und sieben Jungschwäne brachen am Donnerstagmorgen zu einem Spaziergang zwischen Thieschitz und Bad Köstritz auf, wie die Beamten in Gera mitteilten. Dadurch blockierten sie im Berufsverkehr die Straße.

WHO kündigt Tests von zwei Behandlungen gegen Ebola für kommende Woche an

In der von dem jüngsten Ebola-Ausbruch schwer betroffenen Demokratischen Republik Kongo sollen voraussichtlich ab der kommenden Woche zwei Therapien zur Behandlung der tödlichen Krankheit klinisch getestet werden. Die Vorbereitungen dafür seien inzwischen abgeschlossen, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Mittwoch vor Journalisten in Genf.

Textgröße ändern: