Deutsche Tageszeitung - Drei Tote bei Protesten in Indonesien - Demonstranten zünden Rathaus an

Drei Tote bei Protesten in Indonesien - Demonstranten zünden Rathaus an


Drei Tote bei Protesten in Indonesien - Demonstranten zünden Rathaus an
Drei Tote bei Protesten in Indonesien - Demonstranten zünden Rathaus an / Foto: © AFP

Bei Unruhen in der Stadt Makassar im Osten Indonesiens sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Demonstranten warfen Molotow-Cocktails, zündeten Fahrzeuge an, stürmten das Rathaus und setzten es in Brand, wie Rahmat Mappatoba, ein Beamter der Stadtverwaltung, der Nachrichtenagentur AFP am Samstag mitteilte. Bei dem Brand im Rathaus seien drei Menschen ums Leben gekommen, die in dem Flammen eingeschlossen wurden, fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Bei zwei der Toten handelte es sich demnach um Mitarbeiter des Rathauses. Mindestens vier Menschen wurden zudem verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Ausschreitungen seien schlimmer als erwartet gewesen, sagte Mappatoba. "Normalerweise werfen Demonstranten bei Protesten nur Steine oder verbrennen Reifen vor dem Büro. Sie stürmen niemals das Gebäude oder zünden es an", sagte er weiter. Das Feuer konnte inzwischen gelöscht werden.

Am Freitag war es in mehreren großen Städten des Landes, darunter auch die Hauptstadt Jakarta, zu Protesten gekommen. Auslöser waren zuvor verbreitete Aufnahmen, die zeigten, wie ein Motorradfahrer bei einer früheren Kundgebung von einem Polizeiauto überfahren wurde. Die Kundgebung richtete sich gegen Niedriglöhne und vermeintlich üppige Vergünstigungen für Abgeordnete.

Die Proteste und Ausschreitungen sind die heftigsten seit dem Amtsantritt von Präsident Prabowo Subianto im vergangenen Oktober. Er hatte unter anderem kostenlose Mahlzeiten in Schulen eingeführt, um gegen die Mangelernährung bei Kindern vorzugehen. Um teure Programme wie diese zu finanzieren, wurde in anderen Bereichen gekürzt, was zu Protesten geführt hatte.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Laut schreiender Papagei löst Polizeieinsatz in Rheinland-Pfalz aus

Ein laut schreiender Papagei hat in Rheinland-Pfalz einen Polizeieinsatz ausgelöst. Das Tier konnte schließlich beruhigt werden, wie die Beamten in Bad Kreuznach am Mittwoch mitteilten. Demnach riefen Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Dienstagabend die Polizei, weil sie laute Rufe und Schreie aus einer Nachbarwohnung hörten.

Sohn von Norwegens Kronprinzessin weist Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht zurück

Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat die gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht zurückgewiesen. Der 29-jährige Marius Borg Hoiby plädierte am Dienstag zu Beginn seines Prozesses vor einem Gericht in Oslo in den schwerwiegendsten Anklagepunkten auf nicht schuldig. Hoiby wird vorgeworfen, vier Frauen vergewaltigt und mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Weniger schwere Vergehen räumte er teilweise ein.

Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen neuer Vorwürfe in U-Haft

Kurz vor dem Beginn seines Prozesses wegen Vergewaltigungsvorwürfen ist der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wegen neuer Vorwürfe in Untersuchungshaft genommen worden. Wie die Polizei am Montag in Oslo mitteilte, wurde der 29-jährige Marius Borg Hoiby am Sonntagabend "wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Kontaktverbot" in Gewahrsam genommen. Angaben zu dem oder den mutmaßlichen Opfern machte die Polizei nicht.

Dalai Lama gewinnt erstmals einen Grammy

Der Dalai Lama hat erstmals einen Grammy gewonnen. Bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles wurde der charismatische 90-Jährige am Sonntagabend (Ortszeit) für sein Hörbuch "Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama" ausgezeichnet. "Ich nehme diese Auszeichnung mit Dankbarkeit und Demut entgegen", erklärte der Dalai Lama in Onlinenetzwerken.

Textgröße ändern: