Deutsche Tageszeitung - Erste Erkenntnisse zu bundesweitem Warntag: 97 Prozent der Menschen erreicht

Erste Erkenntnisse zu bundesweitem Warntag: 97 Prozent der Menschen erreicht


Erste Erkenntnisse zu bundesweitem Warntag: 97 Prozent der Menschen erreicht
Erste Erkenntnisse zu bundesweitem Warntag: 97 Prozent der Menschen erreicht / Foto: © AFP/Archiv

Beim fünften bundesweiten Warntag am Donnerstag sind nach ersten Befragungen deutlich mehr als 90 Prozent der Menschen erreicht worden. Vorläufige Ergebnissen deuteten darauf hin, dass 97 Prozent der Befragten über mindestens einen Warnkanal alarmiert wurden, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Freitag in Bonn mit. Die größte Reichweite hätten Warnapps, der Mobilfunkdienst Cell Broadcast sowie Sirenen gehabt. Sirenen erreichten zwei von drei Befragten.

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BBK-Präsident Ralph Tiesler sprach mit Blick auf die vorläufigen Zahlen von einem "starken Zeichen". Die Umfrageergebnisse belegten erneut die Bedeutung einer breiten Kombination aus unterschiedlichen Warnkanälen mit ihren jeweils eigenen Stärken. Das BBK hatte eine Onlineumfrage gestartet, um Rückmeldungen aus der Bevölkerung zum Warntag zu erhalten. Die Antworten von bisher mehr als 93.000 Teilnehmern wurden schon erfasst. Die Umfrage läuft bis zur kommenden Woche.

Der Warntag ist als Härtetest für die Kommunikationsstrukturen im Fall von Katastrophen und Großschadensereignissen gedacht und soll die Bevölkerung sensibilisieren. Er findet immer am zweiten Donnerstag im September unter Federführung des BBK statt. Die Behörden lösen eine Probewarnung aus und schicken diese unter anderem an Mobiltelefone und digitale Anzeigentafeln.

Naturkatastrophen wie die verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 rückten die Bedeutung von Alarmsystemen in Notfällen in den vergangenen Jahren ins Bewusstsein. Das Thema Bevölkerungsschutz gewinnt aktuell aber auch wegen der zunehmenden internationalen Krisen an Bedeutung. So werden in vielen Städten wieder Sirenen installiert, die nach dem Kalten Krieg abgebaut wurden.

(V.Sørensen--DTZ)

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