Deutsche Tageszeitung - Agrarminister Rainer: Bei Eindämmung der Vogelgrippe "an einem Strang" ziehen

Agrarminister Rainer: Bei Eindämmung der Vogelgrippe "an einem Strang" ziehen


Agrarminister Rainer: Bei Eindämmung der Vogelgrippe "an einem Strang" ziehen
Agrarminister Rainer: Bei Eindämmung der Vogelgrippe "an einem Strang" ziehen / Foto: © AFP

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat angesichts der steigenden Zahl von Vogelgrippefällen in Deutschland die Bedeutung koordinierter Anstrengungen von Bund und Ländern zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung betont. Wichtig sei, "dass wir alle - sowohl die Bundesländer als auch der Bund mit seinen Instituten - an einem Strang" ziehen, sagte Rainer am Freitag in Berlin. "Das tun wir", fügte er hinzu. "Wir arbeiten eng und entschlossen zusammen, um die Situation unter Kontrolle zu halten."

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Aktuell gebe es "zahlreiche Ausbrüche sowohl bei Wildgeflügel als auch bei Geflügelhaltungen", sagte der Minister. Dies sei zwar zur jetzigen Jahreszeit "nicht ungewöhnlich". In den vergangenen 14 Tagen habe es allerdings "einen sehr schnellen Anstieg der Infektionen" gegeben. Dies zeige, "wie ernst die Lage ist" und wie wichtig gemeinsames und koordiniertes Handeln sei.

Deshalb habe er am Donnerstag auch die Agrarministerinnen und Agrarminister der Bundesländer, in deren Aufgabenbereich grundsätzlich die Tierseuchenbekämpfung fällt, zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen, sagte Rainer weiter. Oberste Priorität habe nun, "eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, Tiere zu schützen und Schäden für unsere Land- und Lebensmittelwirtschaft abzuwenden".

Auswirkungen auf den Handel gelte es "durch eine bestmögliche Eindämmung" so gering wie möglich zu halten, fügte Rainer hinzu. Zudem mache die Situation deutlich, "wie entscheidend die Einhaltung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben ist". Diese liege auch im eigenen Interesse der Tierhalter.

Die nächsten Schritte - etwa ob Einstallungen notwendig sind, um den Kontakt von Nutztiere zu Wildvögeln zu vermeiden - stimmen nach Angaben des Ministers nun die Länder ab. Der Bund unterstütze dabei unter anderem durch die wissenschaftliche Expertise des für Tiergesundheit zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI).

(M.Dylatov--DTZ)

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