Deutsche Tageszeitung - Ariana Grande bei Filmpremiere in Singapur bedrängt: Neun Tage Haft

Ariana Grande bei Filmpremiere in Singapur bedrängt: Neun Tage Haft


Ariana Grande bei Filmpremiere in Singapur bedrängt: Neun Tage Haft
Ariana Grande bei Filmpremiere in Singapur bedrängt: Neun Tage Haft / Foto: © AFP/Archiv

Weil er die US-Schauspielerin Ariana Grande bei einer Filmpremiere in Singapur bedrängt hat, ist ein Mann zu neun Tagen Haft verurteilt worden. "Diese Tat war vorsätzlich", sagte der zuständige Richter Christopher Goh am Montag in dem südostasiatischen Stadtstaat. Er wandte sich anschließend direkt an den verurteilten Australier: "Sie scheinen Aufmerksamkeit zu suchen und denken bei diesen Taten nur an sich selbst und nicht an die Sicherheit anderer."

Textgröße ändern:

Der Mann war in der vergangenen Woche bei der Asien-Premiere von "Wicked: For Good" über eine Absperrung gesprungen und auf die auch als Sängerin weltweit bekannte Grande zugelaufen. Der 26-Jährige legte seinen Arm um die offenbar völlig schockierte Schauspielerin, sprang auf und ab und winkte der Menge zu. Grandes britische Schauspielkollegin Cynthia Erivo eilte ihr schnell zu Hilfe, der Mann wurde schließlich von Sicherheitsleuten gepackt und über die Absperrung zurückbefördert. Die Filmpremiere fand anschließend wie geplant statt.

Der Australier wurde anschließend wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" angeklagt. Mit der nun ausgesprochenen Strafe von neun Tagen Haft blieb der Richter deutlich unter der möglichen Höchststrafe: Diese beträgt im für seine strenge Rechtsprechung bekannten Singapur für diesen Vorwurf bis zu drei Monate Haft.

Vor dem Urteilsspruch hatte der Richter den Angeklagten gefragt, ob er etwas zur Milderung seiner Strafe vorzubringen habe. Daraufhin antwortete der Australier: "Ich werde es nicht wieder tun, Euer Ehren. Ich werde aufhören, Ärger zu machen."

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Wirtschaftsnobelpreis geht an US-Ökonomen Michael Woodford und Robert Hall

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an die beiden US-Forscher Michael Woodford und Robert Hall. Das teilte die Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm am Montag mit. Woodford und Hall erhielten die Auszeichnung für ihre Arbeiten darüber, wie Geld- und Fiskalpolitik dazu beitragen kann, Konjunkturschwankungen zu stabilisieren: Die Ökonomen wurden für die "mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung" ausgezeichnet, erklärte die Akademie.

Herbstferien in elf Bundesländern: ADAC erwartet staureiches Wochenende

Das kommende Wochenende wird nach ADAC-Angaben eines der staureichsten des gesamten Herbstes. In sechs weiteren Bundesländern beginnen die Herbstferien, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. In drei weiteren gehen sie zu Ende. Auf Autobahnen und anderen Fernstraßen sei deshalb mit einer Staugefahr zu rechnen, die beinahe auf Sommerferienniveau liege.

Medien: Harry und Meghan planen ersten gemeinsamen Auftritt seit Rückkehr nach Großbritannien

Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan planen Berichten zufolge für die kommenden Tage ihren ersten gemeinsamen Auftritt seit ihrer Rückkehr nach Großbritannien. Das Paar werde am Donnerstag Nottingham besuchen, um sich über die Projekte von drei Wohltätigkeitsorganisationen zu informieren, berichtete die "Sunday Times". In Nottingham hatten Harry und Meghan auch ihren ersten öffentlichen Auftritt nach der Bekanntgabe ihrer Verlobung im Jahr 2017 gehabt.

Friedenspreisträger Sands kritisiert deutsches Schweigen zu Vorgehen Israels

Der neue Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, der Jurist und Autor Philippe Sands, hat der deutschen Bundesregierung ein unanständiges Schweigen zum Vorgehen Israels im Gazastreifen und gegen Palästinenser vorgeworfen. Bei der Verleihung des Friedenspreises am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche sagte Sands, Deutschland habe in der Vergangenheit viele Gräuel angeprangert und sei aktiv geworden. "Doch zu Israel, zum Gazastreifen und zum Westjordanland ist das deutsche Schweigen bis heute laut."

Textgröße ändern: