Deutsche Tageszeitung - Ehefrau wiederholt gewürgt: Mitglied des britischen Hochadels vor Gericht

Ehefrau wiederholt gewürgt: Mitglied des britischen Hochadels vor Gericht


Ehefrau wiederholt gewürgt: Mitglied des britischen Hochadels vor Gericht
Ehefrau wiederholt gewürgt: Mitglied des britischen Hochadels vor Gericht / Foto: © AFP

Charles Spencer-Churchill, Mitglied des britischen Hochadels und verwandt mit Prinzessin Diana und Winston Churchill, muss sich in England vor Gericht verantworten. Gerichtsdokumenten zufolge soll er seine Ehefrau mehrfach absichtlich gewürgt haben. Der 70-jährige Herzog von Malborough hätte demnach am Donnerstag vor einem Gericht in Oxford erscheinen sollen.

Textgröße ändern:

Gegen Charles Spencer-Churchill, bekannt als Jamie, liegen drei Klagen wegen nichttödlichen, absichtlichen Würgens seiner zweiten Ehefrau Edla Marlborough vor. Die Vorfälle sollen sich zwischen November 2022 und Mai 2024 ereignet haben. Dem Richter Kamlesh Rana wurde am Donnerstag mitgeteilt, der Angeklagte habe an der Anhörung nicht teilnehmen können. Der neue Termin sei am 5. Januar.

Der Beschuldigte gehört zum britischen Hochadel. Der ehemalige britische Premier Winston Churchill, sein Cousin dritten Grades, war im Blenheim Palace geboren worden - dem Stammsitz des Herzogs von Marlborough. Prinzessin Diana, eine geborene Spencer, war über ihren Vater mit ihm verwandt.

Spencer-Churchill hatte in der Vergangenheit wegen seiner Drogenabhängigkeit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Den Gerichtsunterlagen zufolge fanden die mutmaßlichen Straftaten in Woodstock in Oxfordshire statt.

König Charles III. hatte im vergangenen Jahr EU-Staats- und Regierungschefs und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Blenheim empfangen.

Spencer-Churchill hatte die Herzogswürde 2014 nach dem Tod seines Vaters geerbt. Der Barockpalast aus dem 18. Jahrhundert gehört ihm allerdings nicht. Er wird von Treuhändern verwaltet und lockt jedes Jahr tausende Besucher an.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Polizisten retten Entenküken von Bundesstraße in Baden-Württemberg

Polizisten haben zehn Entenküken von einer Bundesstraße in Baden-Württemberg gerettet. Die Tiere wurden wohlbehalten einer Hilfsorganisation übergeben, wie die Polizei in Kehl am Montag mitteilte. Demnach fand sich der Einsatz am Freitag auf der B28 bei Kehl statt.

Weltkriegsbombe in Köln entschärft: 4400 Menschen und Klinik betroffen

In Köln-Lindenthal ist am Montag eine tausend Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft worden. Mehr als 4400 Menschen waren von Evakuierungen betroffen, wie die Stadt mitteilte. Auch ein Krankenhaus musste aus Sicherheitsgründen geräumt werden. Nach der Entschärfung konnten zunächst nicht sofort alle Sperrungen aufgehoben werden. Hintergrund waren rund hundert notwendige Krankentransporte, für die weiterhin freie Straßen benötigt wurden.

Tauben mit Nadeln verletzt und getötet: Ermittlungen gegen 65-Jährigen in Freiburg

Nach mehreren Fällen verletzter und getöteter Tauben in Freiburg hat die Polizei einen 65-jährigen Tatverdächtigen ermittelt. Wie die örtliche Polizei am Montag mitteilte, waren im Freiburger Stadtteil Stühlinger mehrfach Tauben aufgefallen, die mit "injektionsnadelähnlichen Geschossen" verletzt worden waren. Weitere Tiere seien durch Luftdruckmunition verletzt oder getötet worden.

Hantavirus: Zwei Passagiere nach Evakuierung von Kreuzfahrtschiff positiv getestet

Zwei Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" - eine Französin und ein US-Bürger - sind nach Verlassen des Schiffs positiv auf das Hantavirus getestet worden. Die letzten 22 noch an Bord verbliebenen Passagiere sollten am Montag in die Niederlande geflogen werden, wie die spanische Regierung mitteilte. Vier am Sonntag ausgeflogene deutsche Passagiere wurden unterdessen von Frankfurt am Main nach Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen gebracht.

Textgröße ändern: