Deutsche Tageszeitung - Prozess um Urlaubsfoto an Tankstelle: Boris Beckers Ehefrau muss Veröffentlichung hinnehmen

Prozess um Urlaubsfoto an Tankstelle: Boris Beckers Ehefrau muss Veröffentlichung hinnehmen


Prozess um Urlaubsfoto an Tankstelle: Boris Beckers Ehefrau muss Veröffentlichung hinnehmen
Prozess um Urlaubsfoto an Tankstelle: Boris Beckers Ehefrau muss Veröffentlichung hinnehmen / Foto: © AFP/Archiv

Die Ehefrau des früheren Tennisprofis Boris Becker, Lilian de Carvalho Monteiro, muss einem Gerichtsurteil zufolge die Veröffentlichung eines von ihr an einer Tankstelle gemachten Urlaubsfotos hinnehmen. Hingegen war die Veröffentlichung eines weiteren Urlaubsfotos von ihr auf einem Hotelbalkon in einer Zeitung nicht rechtens, wie das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Freitag mitteilte. Die Entscheidung erging im November. (Az. 16 U 156/24)

Textgröße ändern:

Die beiden strittigen Pressefotos waren im Sommer 2023 veröffentlicht worden. Nachdem de Carvalho Monteiro dagegen klagte, untersagte in erster Instanz zunächst das Landgericht in Frankfurt die Veröffentlichung der Bilder.

Aus Sicht des OLG, bei dem der Rechtsstreit anschließend landete, war das Veröffentlichungsverbot aber nur im Fall des Balkonfotos richtig. Es zeige eine private Situation, in der die Klägerin die berechtigte Erwartung haben durfte, nicht fotografiert zu werden, hieß es zur Begründung. Den Namen de Carvalho Monteiros nannte das Gericht selbst nicht.

Anders bewertete das OLG die Lage hingegen beim Tankstellenfoto. Es zeige die Klägerin im öffentlichen Raum. Zudem sei es "kontextgerecht", weil der zugehörige Text das Insolvenzverfahren Beckers und den Lebensstil des Paars beleuchte. Das Foto, auf dem auch ein Luxuswagen zu sehen sei, mache dies sichtbar und diene zugleich als Beleg, hieß es vom OLG.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Beide Parteien könnten sich noch an den Bundesgerichtshof wenden.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Sohn von Norwegens Kronprinzessin weist Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht zurück

Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat die gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht zurückgewiesen. Der 29-jährige Marius Borg Hoiby plädierte am Dienstag zu Beginn seines Prozesses vor einem Gericht in Oslo in den schwerwiegendsten Anklagepunkten auf nicht schuldig. Hoiby wird vorgeworfen, vier Frauen vergewaltigt und mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Weniger schwere Vergehen räumte er teilweise ein.

Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen neuer Vorwürfe in U-Haft

Kurz vor dem Beginn seines Prozesses wegen Vergewaltigungsvorwürfen ist der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wegen neuer Vorwürfe in Untersuchungshaft genommen worden. Wie die Polizei am Montag in Oslo mitteilte, wurde der 29-jährige Marius Borg Hoiby am Sonntagabend "wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Kontaktverbot" in Gewahrsam genommen. Angaben zu dem oder den mutmaßlichen Opfern machte die Polizei nicht.

Dalai Lama gewinnt erstmals einen Grammy

Der Dalai Lama hat erstmals einen Grammy gewonnen. Bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles wurde der charismatische 90-Jährige am Sonntagabend (Ortszeit) für sein Hörbuch "Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama" ausgezeichnet. "Ich nehme diese Auszeichnung mit Dankbarkeit und Demut entgegen", erklärte der Dalai Lama in Onlinenetzwerken.

Bad Bunny gewinnt mit "Debí tirar más fotos" Grammy für Album des Jahres

Der Latino-Rapstar Bad Bunny ist für sein Album "Debí tirar más fotos" mit dem Grammy für das Album des Jahres ausgezeichnet worden. Mit der Verleihung des Preises am Sonntagabend (Ortszeit) konnte erstmals ein spanischsprachiges Album in der Kategorie gewinnen. Der 31-Jährige setzte sich dabei unter anderem gegen den US-Rapper Kendrick Lamar und die US-Sängerin Lady Gaga durch.

Textgröße ändern: