Deutsche Tageszeitung - Attacke im Streichelgehege: Tierpark haftet nicht für Ziege

Attacke im Streichelgehege: Tierpark haftet nicht für Ziege


Attacke im Streichelgehege: Tierpark haftet nicht für Ziege
Attacke im Streichelgehege: Tierpark haftet nicht für Ziege / Foto: © AFP

Die Krankenkasse einer bei einer Attacke eines Ziegenbocks im Streichelzoo verletzten Frau ist mit einer Klage gegen den Tierpark auf Schadenersatz gescheitert. Nach einem am Dienstag veröffentlichten Urteil des Landgerichts Stralsund muss der Tierpark nicht haften, da er alle zumutbaren Sicherheitsvorkehrungen getroffen habe. Auch Besucher eines Streichelzoos müssten sich darauf einstellen, dass sie von Ziegen angerempelt werden könnten - dies sei "jedem vernünftigten Besucher" bewusst.

Textgröße ändern:

Die Frau war laut Urteil im Sommer 2023 in dem Tierpark und wurde dort nach ihrer eigenen Aussage von einem Ziegenbock mit den Hörnern in die Kniekehle gestoßen. Sie fiel dabei zu Boden und verletzte sich am Knie - die Krankenkasse wollte sich den durch die Verletzung entstandenen Schaden ersetzen lassen. Die Behandlung kostete nach Angaben der Krankenkasse mehrere zehntausend Euro.

Die Frau behauptete in der Klage, die Tiere in dem Streichelzoo seien ausgehungert und aggressiv gewesen. Ein besonders aggressives Verhalten der Tiere habe sich im Prozess aber nicht bestätigt, auch Hunger sei nicht als Ursache für die Attacke belegbar gewesen, urteilte das Landgericht.

Das Gericht befand vielmehr, dass der Kontakt mit Tieren auch den Kontakt mit tierischem Verhalten bedeute - dies sei spontan, willkürlich und zuweilen auch unerwartet und könne unter Umständen auch zu Gefahren für Menschen im Gehege führen. Ob der Kontakt gewünscht sei, könne jeder Besucher für sich entscheiden. Ein derartiges Vorkommnis sei durch einen Tierpark auch bei aller Sorgfalt nicht zu verhindern.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

K-Pop-Sensation BTS vor Comeback: "Wir sind immer noch nur Kinder vom Land"

Nach vier Jahren Pause steht die südkoreanische K-Pop-Band BTS kurz vor ihrem Comeback - und gibt sich trotz riesiger Erwartungen betont bescheiden. "Wir sind immer noch nur südkoreanische Kinder vom Lande", sagt Sänger RM in einem am Dienstag veröffentlichten Trailer für die Netflix-Doku "BTS: The Return", die am 27. März erscheint. Die Bandmitglieder versuchten immer noch herausfinden, "was uns zu BTS macht", fügt der 31-Jährige in dem Video hinzu.

WWF-Zählung: Gefährdete Monarchfalter erholen sich trotz andauernder Bedrohung

Der Bestand des Monarchfalters hat sich merklich erholt. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Erhebung der Umweltschutzorganisation WWF, die den Bestand der Schmetterlinge in ihrem Winterquartier im mexikanischen Hochland untersucht hat. In der aktuellen Saison registrierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler insgesamt neun Kolonien der Tiere, die zusammen eine Waldfläche von 2,93 Hektar umfassten. Das entspricht einem Anstieg von 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zahl von Mehrlingsgeburten geht weiter zurück

Die Zahl der Mehrlingsgeburten ist in Deutschland weiter gesunken. 2024 lag ihr Anteil bei 3,1 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 1997, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Jedes 32. Kind war demnach ein Mehrlingskind.

Erste Bundesländer mit Osterferien: ADAC warnt vor erhöhtem Reiseaufkommen

Der ADAC hat wegen der beginnenden Osterferien in Niedersachsen und Bremen sowie des zunehmenden Ausflugsverkehrs für das kommende Wochenende vor Staus gewarnt. Besonders betroffen seien am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag die Fernstraßen im Norden Deutschlands sowie die Routen in Richtung der Niederlande, teilte der Automobilklub am Montag in München mit. Auch im Bereich der Wintersportgebiete in den Alpen und Mittelgebirgen drohe Stau.

Textgröße ändern: