Deutsche Tageszeitung - Trump lehnt Gnadengesuch von inhaftiertem US-Rapper Sean "Diddy" Combs ab

Trump lehnt Gnadengesuch von inhaftiertem US-Rapper Sean "Diddy" Combs ab


Trump lehnt Gnadengesuch von inhaftiertem US-Rapper Sean "Diddy" Combs ab
Trump lehnt Gnadengesuch von inhaftiertem US-Rapper Sean "Diddy" Combs ab / Foto: © AFP/Archiv

Der wegen Sexualstraftaten in Haft sitzende US-Rapper Sean "Diddy" Combs hat Präsident Donald Trump nach dessen Angaben vergebens um seine Begnadigung gebeten. Combs habe ihm einen Brief geschrieben und ihn darin darum "gebeten, ihn zu begnadigen", sagte Trump in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der "New York Times". Er habe aber nicht vor, die vierjährige Haftstrafe des 56-Jährigen zu verkürzen.

Textgröße ändern:

Combs war im Juli vergangenen Jahres in New York wegen Zuführung von Frauen zur Prostitution schuldig gesprochen worden. Von den schwersten Anklagepunkten wie Bildung einer kriminellen Vereinigung sprachen ihn die Geschworenen allerdings frei. Als Strafmaß für den Rapper wurden im Oktober 50 Monate, also vier Jahre und zwei Monate, Haft sowie eine Strafzahlung von einer halben Million Dollar (knapp 430.000 Euro) festgesetzt.

Die Anklage hatte dem Rapper vorgeworfen, Frauen mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys gezwungen zu haben. Nach Angaben seiner Anwältin hatte Combs bereits vor der Strafmaßverkündung Kontakt zu Trump aufgenommen und über eine mögliche Begnadigung gesprochen. Trump selbst hatte sich damals ablehnend über einen solchen Schritt geäußert. Er begründete dies damit, dass der Rapper ihm während seiner Präsidentschaftskandidatur "sehr feindselig gesinnt" gewesen sei.

Der unter den Künstlernamen Puff Daddy, P. Diddy und Diddy bekannte Combs war in den 90er Jahren einer der erfolgreichsten Hip-Hop-Musiker der Welt, drei Mal gewann er den Grammy. Combs Ex-Freundin, die Sängerin Casandra "Cassie" Ventura, verklagte den Musiker dann allerdings 2023 wegen jahrelanger Misshandlungen und Vergewaltigung.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Sony stellt Verkauf von Roboterhündchen Aibo in Japan ein

Sony stellt den Verkauf seines beliebtes Roboterhündchen Aibo in Japan ein. Die Lagerbestände des aktuellen Modells ERS-1000 würden jedoch noch abverkauft, erklärte der Elektronikkonzern. Dienstleistungen wie technische Unterstützung, Ersatzteile und Abonnements für Onlineclouddienste zur Speicherung von Daten des Roboterhundes würden weiterhin angeboten.

Stuttgarter Feuerwehr rettet vier junge Turmfalken aus heißer Blechverkleidung

Aus einer aufgeheizten Blechverkleidung hat die Feuerwehr in Stuttgart vier junge Turmfalken gerettet. Wie die Einsatzkräfte am Donnerstagabend in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mitteilten, wurden sie am Nachmittag vom Umweltamt angefordert. Die Jungvögel steckten demnach in einem Wohn- und Geschäftshaus hinter einer gut 65 Grad Celsius heißen Blechverkleidung eines Kamins fest.

Polizisten retten in Thüringen Schwanenfamilie von Straße

Polizisten haben im thüringischen Gera eine Schwanenfamilie von einer Straße gerettet. Die zwei Elterntiere und sieben Jungschwäne brachen am Donnerstagmorgen zu einem Spaziergang zwischen Thieschitz und Bad Köstritz auf, wie die Beamten in Gera mitteilten. Dadurch blockierten sie im Berufsverkehr die Straße.

WHO kündigt Tests von zwei Behandlungen gegen Ebola für kommende Woche an

In der von dem jüngsten Ebola-Ausbruch schwer betroffenen Demokratischen Republik Kongo sollen voraussichtlich ab der kommenden Woche zwei Therapien zur Behandlung der tödlichen Krankheit klinisch getestet werden. Die Vorbereitungen dafür seien inzwischen abgeschlossen, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Mittwoch vor Journalisten in Genf.

Textgröße ändern: