Deutsche Tageszeitung - Rapper Kayne West führt Bipolarität als Grund für antisemitische Äußerungen an

Rapper Kayne West führt Bipolarität als Grund für antisemitische Äußerungen an


Rapper Kayne West führt Bipolarität als Grund für antisemitische Äußerungen an
Rapper Kayne West führt Bipolarität als Grund für antisemitische Äußerungen an / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der wegen antisemitischer Äußerungen und seinem "Heil-Hitler"-Song in die Kritik geratene Rapper Kanye West hat sich für sein Verhalten entschuldigt und eine bipolare Störung als Grund angeführt. Der US-Rapper, der sich mittlerweile Ye nennt, veröffentlichte am Montag einen offenen Brief im "Wall Street Journal". Unter der Überschrift "An diejenigen, die ich verletzt habe", schrieb er, in manischen Phasen würden bipolare Menschen den Bezug zur Realität verlieren.

Textgröße ändern:

Auch er habe diese "Momente der Abgekoppeltheit", in denen er falsche Entscheidungen treffe und sich rücksichtslos verhalte. "Ich bedauere meine in diesem Zustand begangenen Handlungen zutiefst und schäme mich sehr dafür", schrieb der Rapper. "Ich verpflichte mich dazu, mich der Verantwortung zu stellen, mich behandeln zu lassen und zu verändern", fügte er hinzu.

"Dies entschuldigt nicht, was ich getan habe", schrieb West weiter. "Ich bin kein Nazi oder Antisemit. Ich liebe jüdische Menschen", beteuerte er.

West war in den vergangenen Jahren immer wieder durch sein erratisches Verhalten aufgefallen. Unter anderem sorgte er wiederholt mit antisemitischen und Hitler verherrlichenden Äußerungen für Kontroversen. Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas und weitere Unternehmen beendeten daraufhin die Zusammenarbeit mit dem Rapper.

Den Song "Heil Hitler" hatte West genau am 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 2025 veröffentlicht. Australien, die Heimat seiner Frau, widerrief im Juli das Visum für West.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Powerbank in Brand: Lufthansa-Maschine landet außerplanmäßig in Lyon

Wegen einer brennenden Powerbank hat eine Lufthansa-Maschine auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Lissabon außerplanmäßig in Lyon landen müssen. Die Powerbank eines Passagiers sei am Samstagabend "im Bereich eines Sitzes in Brand geraten", teilte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP auf Anfrage mit. Die Crew habe den Akku daraufhin umgehend in einem dafür vorgesehenen Lithium-Sicherheitsbeutel gesichert.

Aus Lastwagen und Kran abgezapft: Dieseldiebe erbeuten 6000 Liter in Bremen

6000 Liter Diesel haben Diebe auf einem Firmengelände in Bremen aus abgestellten Fahrzeugen gestohlen. Wie die Polizei in der Hansestadt am Sonntag mitteilte, pumpten sie den Kraftstoff aus mehreren Lastwagen und einem Kran. Der Schaden liege bei "deutlich" mehr als 10.000 Euro. Die Beamten gingen aufgrund der Menge davon aus, dass die bislang unbekannten Dieseldiebe mit entsprechenden Fahrzeugen oder Behältern anrückten.

Prinz Harry: Kinder sind "glücklich" in neuer Schule in Großbritannien

Der Kinder des britischen Prinzen Harry fühlen sich nach Angaben ihres Vaters wohl in ihrer neuen Schule in Großbritannien. "Die Kinder sind glücklich in der Schule", sagte Harry am Freitag (Ortszeit) bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Kanada. Harry war mit seiner Frau Meghan Markle und den beiden Kindern Archie und Lilibet im vergangenen Monat überraschend aus den USA nach Großbritannien zurückgekehrt.

Britischer Weltumwanderer hängt nach 50.000 Kilometern am Ärmelkanal fest

Nach 28 Jahren und 50.000 Kilometern Wanderung von Südamerika rund um die Welt steht ein britischer Abenteurer vor seiner letzten Herausforderung - der Überquerung des Ärmelkanals. "Wir dachten, wir hätten die Genehmigung, von der französischen Küste aus zu schwimmen. Aber es hat sich herausgestellt, dass das nicht der Fall ist", sagte Karl Bushby auf dem Weg zum Cap Blanc-Nez in der Normandie, in Sichtweite der Weißen Klippen von Dover. Er sei deshalb "ein bisschen in Panik".

Textgröße ändern: