Deutsche Tageszeitung - Infektion: Norwegens König Harald V. muss länger in Klinik auf Teneriffa bleiben

Infektion: Norwegens König Harald V. muss länger in Klinik auf Teneriffa bleiben


Infektion: Norwegens König Harald V. muss länger in Klinik auf Teneriffa bleiben
Infektion: Norwegens König Harald V. muss länger in Klinik auf Teneriffa bleiben / Foto: © AFP

Der wegen einer Infektion ins Krankenhaus eingelieferte norwegische König Harald V. muss länger in der Klinik auf Teneriffa bleiben. "Der König wird zur Beobachtung und weiteren Behandlung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben", erklärte am Mittwoch der auf die spanische Insel entsandte Leibarzt des Monarchen, Björn Bendz. Zugleich betonte er: "Der Gesundheitszustand des Königs ist gut, und er spricht gut auf die Behandlung an."

Textgröße ändern:

Harald V. war am Dienstag wegen einer Infektion und Dehydrierung ins Krankenhaus auf Teneriffa gebracht worden. Er war zusammen mit Königin Sonja zum Winterurlaub auf der Insel, auf der deutlich wärmere Temperaturen als in der Heimat herrschen. Am Samstag feierte er seinen 89. Geburtstag.

Der Monarch leide an einer Infektion am Bein, erklärte Bendz. "Wenn Menschen im Alter von fast 90 Jahren wegen einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, ist das eine ernste Angelegenheit", fügte der Leibarzt hinzu. "Es ist wichtig, dass wir uns einen guten Überblick verschaffen und seinen Gesundheitszustand vollständig untersuchen, bevor der König das Krankenhaus verlassen kann – auch wenn er sich derzeit stabil fühlt."

Harald V. ist seit 1991 König von Norwegen und derzeit der älteste amtierende Monarch Europas. Vor zwei Jahren musste er während einer Privatreise nach Malaysia ebenfalls wegen einer Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Kurz darauf wurde ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt.

Der Monarch hatte bereits in den Jahren zuvor immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Eine Abdankung lehnte Harald V. jedoch stets ab und verwies darauf, dass er vor dem Parlament einen Eid auf Lebenszeit geschworen habe.

Das norwegische Königshaus hat derzeit mit mehreren Skandalen zu kämpfen. Ende Januar war bekannt geworden, dass Kronprinzessin Mette-Marit jahrelang Kontakt zu dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein pflegte und mindestens tausend Mal in den Ermittlungsakten zum Fall Epstein vorkommt. Anfang Februar begann zudem ein Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung, Marius Borg Hoiby.

Die Beliebtheit des norwegischen Königshauses sank wegen der Skandale auf einen Tiefpunkt. Nur 60 Prozent der Norweger äußerten laut einer am Wochenende veröffentlichten Umfrage des Senders NRK eine positive Meinung über die königliche Familie. Dies ist ein Rückgang um zehn Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Die schlechten Umfragewerte betreffen aber nicht den König selbst, der nach wie vor äußerst beliebt bei den Norwegern ist.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Sony stellt Verkauf von Roboterhündchen Aibo in Japan ein

Sony stellt den Verkauf seines beliebtes Roboterhündchen Aibo in Japan ein. Die Lagerbestände des aktuellen Modells ERS-1000 würden jedoch noch abverkauft, erklärte der Elektronikkonzern. Dienstleistungen wie technische Unterstützung, Ersatzteile und Abonnements für Onlineclouddienste zur Speicherung von Daten des Roboterhundes würden weiterhin angeboten.

Stuttgarter Feuerwehr rettet vier junge Turmfalken aus heißer Blechverkleidung

Aus einer aufgeheizten Blechverkleidung hat die Feuerwehr in Stuttgart vier junge Turmfalken gerettet. Wie die Einsatzkräfte am Donnerstagabend in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mitteilten, wurden sie am Nachmittag vom Umweltamt angefordert. Die Jungvögel steckten demnach in einem Wohn- und Geschäftshaus hinter einer gut 65 Grad Celsius heißen Blechverkleidung eines Kamins fest.

Polizisten retten in Thüringen Schwanenfamilie von Straße

Polizisten haben im thüringischen Gera eine Schwanenfamilie von einer Straße gerettet. Die zwei Elterntiere und sieben Jungschwäne brachen am Donnerstagmorgen zu einem Spaziergang zwischen Thieschitz und Bad Köstritz auf, wie die Beamten in Gera mitteilten. Dadurch blockierten sie im Berufsverkehr die Straße.

WHO kündigt Tests von zwei Behandlungen gegen Ebola für kommende Woche an

In der von dem jüngsten Ebola-Ausbruch schwer betroffenen Demokratischen Republik Kongo sollen voraussichtlich ab der kommenden Woche zwei Therapien zur Behandlung der tödlichen Krankheit klinisch getestet werden. Die Vorbereitungen dafür seien inzwischen abgeschlossen, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Mittwoch vor Journalisten in Genf.

Textgröße ändern: