Deutsche Tageszeitung - Bundestag entscheidet über Jagd auf den Wolf

Bundestag entscheidet über Jagd auf den Wolf


Bundestag entscheidet über Jagd auf den Wolf
Bundestag entscheidet über Jagd auf den Wolf / Foto: © AFP/Archiv

Der Bundestag entscheidet am Donnerstag darüber, ob der Wolf in Deutschland künftig als jagdbare Tierart gilt. Die Bundesregierung, die einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz vorgelegt hat, argumentiert angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Tiere insbesondere mit "potenziell existenzbedrohenden" Belastungen für Weidetierhalter durch Wolfsübergriffe. Vor der Abstimmung im Bundestag ist eine halbstündige Debatte vorgesehen (Beginn ab ca. 14.05 Uhr).

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Bundesregierung ist die Rückkehr des Wolfes grundsätzlich ein Erfolg der Artenschutzpolitik. Im Jahr 2024 seien bei rund 1100 Übergriffen aber auch rund 4300 Nutztiere durch Wölfe gerissen oder verletzt worden. Künftig soll deshalb vor allem in Gegenden mit vielen Wölfen auf Grundlage von Managementplänen Jagd auf die Tiere gemacht werden dürfen. Tierschützer kritisieren die geplante Gesetzesänderung.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Polizisten retten Entenküken von Bundesstraße in Baden-Württemberg

Polizisten haben zehn Entenküken von einer Bundesstraße in Baden-Württemberg gerettet. Die Tiere wurden wohlbehalten einer Hilfsorganisation übergeben, wie die Polizei in Kehl am Montag mitteilte. Demnach fand sich der Einsatz am Freitag auf der B28 bei Kehl statt.

Weltkriegsbombe in Köln entschärft: 4400 Menschen und Klinik betroffen

In Köln-Lindenthal ist am Montag eine tausend Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft worden. Mehr als 4400 Menschen waren von Evakuierungen betroffen, wie die Stadt mitteilte. Auch ein Krankenhaus musste aus Sicherheitsgründen geräumt werden. Nach der Entschärfung konnten zunächst nicht sofort alle Sperrungen aufgehoben werden. Hintergrund waren rund hundert notwendige Krankentransporte, für die weiterhin freie Straßen benötigt wurden.

Tauben mit Nadeln verletzt und getötet: Ermittlungen gegen 65-Jährigen in Freiburg

Nach mehreren Fällen verletzter und getöteter Tauben in Freiburg hat die Polizei einen 65-jährigen Tatverdächtigen ermittelt. Wie die örtliche Polizei am Montag mitteilte, waren im Freiburger Stadtteil Stühlinger mehrfach Tauben aufgefallen, die mit "injektionsnadelähnlichen Geschossen" verletzt worden waren. Weitere Tiere seien durch Luftdruckmunition verletzt oder getötet worden.

Hantavirus: Zwei Passagiere nach Evakuierung von Kreuzfahrtschiff positiv getestet

Zwei Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" - eine Französin und ein US-Bürger - sind nach Verlassen des Schiffs positiv auf das Hantavirus getestet worden. Die letzten 22 noch an Bord verbliebenen Passagiere sollten am Montag in die Niederlande geflogen werden, wie die spanische Regierung mitteilte. Vier am Sonntag ausgeflogene deutsche Passagiere wurden unterdessen von Frankfurt am Main nach Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen gebracht.

Textgröße ändern: