Deutsche Tageszeitung - Glückliche Finnen: Neuntes Mal in Folge an Spitze des Welt-Glücksberichts

Glückliche Finnen: Neuntes Mal in Folge an Spitze des Welt-Glücksberichts


Glückliche Finnen: Neuntes Mal in Folge an Spitze des Welt-Glücksberichts
Glückliche Finnen: Neuntes Mal in Folge an Spitze des Welt-Glücksberichts / Foto: © AFP/Archiv

Die Finnen sind trotz Dunkelheit und Kälte weiterhin das glücklichste Volk der Welt: Zum neunten Mal in Folge führt Finnland den jährlich veröffentlichten Welt-Glücksbericht an. Auch andere nordische Länder liegen bei der allgemeinen Zufriedenheit ganz vorn - auf Platz zwei und drei folgen Island und Dänemark. Deutschland liegt auf Platz 17.

Textgröße ändern:

Gleichzeitig weist die im Auftrag der Vereinten Nationen erstellte Studie auf ein Problem des Internet-Zeitalters hin: Der Konsum von Social Media untergräbt demnach zunehmend das emotionale Wohlbefinden junger Menschen im Westen.

Finnland führt die Liste mit einem Durchschnitt von 7,76 von zehn Punkten an. Trotz einer Rekord-Arbeitslosigkeit und tiefer Einschnitte im Sozialsystem "sind wir immer noch das glücklichste Land der Welt", kommentierte der Sozialwissenschaftler Juho Saari von der Universität Tampere. "Das zeigt, dass die Politik nicht so entscheidend ist", zeigte er sich überzeugt. Wichtiger bei der Definition von Glück sei das Privatleben der Menschen.

"Wir haben eine unberührte Natur, und die Ruhe und der Frieden hier sind wahrscheinlich unser Trumpf, warum es so schön ist hier zu leben", kommentierte die 30-jährige Karolina Iissalo aus Helsinki den Glücksbericht zwischen zwei Sauna-Gängen.

Unter den 147 untersuchten Ländern war die Lebenszufriedenheit im von den islamistischen Taliban beherrschten Afghanistan am niedrigsten, direkt hinter Sierra Leone und Malawi. Erstmals seit Beginn der jährlichen Untersuchung im Jahr 2012 steht kein englischsprachiges Land in den Top 10.

Einen "drastischen Rückgang" der Lebenszufriedenheit verzeichnete die Studie bei Menschen im Alter unter 25 Jahren in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland, und zwar "besonders unter Mädchen". Verantwortlich dafür sei die exzessive Nutzung von Social Media. Diese hätten "komplexe" Auswirkungen auf das Wohlbefinden, notieren die Autoren: "Eine starke Nutzung geht mit einer sehr viel geringeren Lebenszufriedenheit einher", sagte einer der Beteiligten, der Wirtschaftswissenschaftler Jan-Emmanuel De Neve von der Uni Oxford.

Der Welt-Glücksbericht untersucht sechs Faktoren, die zur Lebenszufriedenheit beitragen: Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, die durchschnittliche Lebenserwartung, das Sozialsystem, die Freiheit zu selbständigen Lebensentscheidungen, Großzügigkeit und die Einschätzung von Korruption.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Christine Wunnicke mit Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet

Die Schriftstellerin Christine Wunnicke ist mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet worden. Wunnicke erhielt den seit 75 Jahren bestehenden Preis am Samstag im Staatstheater Darmstadt. Die 60-Jährige beschreibt in ihren vielfach ausgezeichneten Romanen außergewöhnliche, historisch verbürgte Figuren und Wissenswelten, die in der ferneren Vergangenheit angesiedelt sind.

Londoner Polizei leitete Vorwürfe gegen Meghans Vater nicht an andere Behörden weiter

Nachdem Prinz Harrys Frau Meghan bereits vor Jahren geäußerte Kinderporno-Anschuldigungen gegen ihren Vater öffentlich gemacht hat, wird offenbar geprüft, ob die britischen Ermittler die Vorwürfe ausreichend untersucht haben. Die Metropolitan Police in London bestätigte am Samstag, dass sie 2019 "einen Brief mit einer Reihe von Vorwürfen zu mutmaßlichen Verstößen außerhalb des Vereinigten Königreichs" erhalten habe. Davon seien Meghan und Harry, nicht aber andere Ermittlungsbehörden in Kenntnis gesetzt worden.

Großbrand im Kehlsteinhaus am Obersalzberg: Verdacht auf Brandstiftung

Verdacht auf Brandstiftung: Das für Adolf Hitler gebaute Kehlsteinhaus im früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg ist in Flammen aufgegangen. Die Löscharbeiten in Berchtesgaden dauerten am Samstagvormittag noch an, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim mitteilte. Verletzt wurde demnach niemand, eine "verdächtige Person" wurde festgenommen. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Früheres Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg: Großbrand am Kehlsteinhaus - Verdächtiger festgenommen

Großbrand am früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg: Das vor dem Zweiten Weltkrieg für Adolf Hitler als Repräsentationsgebäude gebaute Kehlsteinhaus ist in Flammen aufgegangen. Die Löscharbeiten liefen "auf Hochtouren", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Samstagmorgen mit. Verletzt wurde demnach niemand, eine "verdächtige Person" wurde festgenommen. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache.

Textgröße ändern: