Deutsche Tageszeitung - Vergewaltigungsvorwürfe: Anwalt von Mette-Marits Sohn fordert Freispruch

Vergewaltigungsvorwürfe: Anwalt von Mette-Marits Sohn fordert Freispruch


Vergewaltigungsvorwürfe: Anwalt von Mette-Marits Sohn fordert Freispruch
Vergewaltigungsvorwürfe: Anwalt von Mette-Marits Sohn fordert Freispruch / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Im Prozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hat der Anwalt des 29-Jährigen einen Freispruch wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gefordert. Petar Sekulic sagte am Donnerstag vor Gericht in Oslo, sein Mandant Marius Borg Hoiby habe sich möglicherweise "unsympathisch" verhalten, sein Handeln sei aber nicht zwangsläufig strafbar gewesen. Hoiby ist in 40 Punkten angeklagt, unter anderem soll er vier Frauen vergewaltigt haben, während diese schliefen oder bewusstlos waren.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen dieser Vorwürfe am Mittwoch sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert. Mit einem Urteil wird Anfang Juni gerechnet.

Sekulic stellte die Glaubwürdigkeit der Opfer infrage und hob Umstände hervor, die seinen Mandanten dazu veranlasst haben könnten zu glauben, er habe ihre stillschweigende Zustimmung.

In einigen minderschweren Punkten hat sich Hoiby schuldig bekannt, insbesondere des Transports von 3,5 Kilogramm Marihuana, von Körperverletzungen und von Drohungen. Hoiby ist der Sohn von Mette-Marit aus einer früheren Beziehung, bevor sie mit Kronprinz Haakon zusammenkam. Der Skandal hat dem Ruf des norwegischen Königshauses ernsthaft geschadet.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Christine Wunnicke mit Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet

Die Schriftstellerin Christine Wunnicke ist mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet worden. Wunnicke erhielt den seit 75 Jahren bestehenden Preis am Samstag im Staatstheater Darmstadt. Die 60-Jährige beschreibt in ihren vielfach ausgezeichneten Romanen außergewöhnliche, historisch verbürgte Figuren und Wissenswelten, die in der ferneren Vergangenheit angesiedelt sind.

Londoner Polizei leitete Vorwürfe gegen Meghans Vater nicht an andere Behörden weiter

Nachdem Prinz Harrys Frau Meghan bereits vor Jahren geäußerte Kinderporno-Anschuldigungen gegen ihren Vater öffentlich gemacht hat, wird offenbar geprüft, ob die britischen Ermittler die Vorwürfe ausreichend untersucht haben. Die Metropolitan Police in London bestätigte am Samstag, dass sie 2019 "einen Brief mit einer Reihe von Vorwürfen zu mutmaßlichen Verstößen außerhalb des Vereinigten Königreichs" erhalten habe. Davon seien Meghan und Harry, nicht aber andere Ermittlungsbehörden in Kenntnis gesetzt worden.

Großbrand im Kehlsteinhaus am Obersalzberg: Verdacht auf Brandstiftung

Verdacht auf Brandstiftung: Das für Adolf Hitler gebaute Kehlsteinhaus im früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg ist in Flammen aufgegangen. Die Löscharbeiten in Berchtesgaden dauerten am Samstagvormittag noch an, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim mitteilte. Verletzt wurde demnach niemand, eine "verdächtige Person" wurde festgenommen. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Früheres Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg: Großbrand am Kehlsteinhaus - Verdächtiger festgenommen

Großbrand am früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg: Das vor dem Zweiten Weltkrieg für Adolf Hitler als Repräsentationsgebäude gebaute Kehlsteinhaus ist in Flammen aufgegangen. Die Löscharbeiten liefen "auf Hochtouren", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Samstagmorgen mit. Verletzt wurde demnach niemand, eine "verdächtige Person" wurde festgenommen. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache.

Textgröße ändern: