Deutsche Tageszeitung - Wolf beißt Frau in Hamburg: Tier von Polizei eingefangen

Wolf beißt Frau in Hamburg: Tier von Polizei eingefangen


Wolf beißt Frau in Hamburg: Tier von Polizei eingefangen
Wolf beißt Frau in Hamburg: Tier von Polizei eingefangen / Foto: © AFP/Archiv

Eine Frau ist in Hamburg von einem Wolf gebissen und verletzt worden. Polizeibeamte fingen das Tier anschließend ein, wie ein Sprecher der Hamburger Umweltbehörde am Dienstag sagte. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Wolf, der bereits am Wochenende mehrfach im Hamburger Westen gesichtet wurde.

Textgröße ändern:

Die von dem Wolf am Montagabend gebissene Frau wurde nach Informationen der "Bild"-Zeitung im Gesicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich demnach im Bezirk Altona. Anschließend sei der Wolf durch die Innenstadt geflüchtet und in die Alster gesprungen. Polizisten hätten ihn schließlich mit einer Schlinge einfangen können.

Der Wolf sei in einen Wildpark gebracht worden, sagte der Abteilungsleiter für Stadtjäger im Bezirksamt Altona dem NDR. Er müsse erst einmal zur Ruhe kommen.

Zuvor war bereits am Samstag ein Wolf im Hamburger Westen im Bereich Blankenese gesichtet worden. Am Sonntagvormittag wurde das Tier im Bereich des S-Bahnhofs Othmarschen beobachtet, am Sonntagnachmittag im Gebiet Nienstedten, wie die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) am Montag berichtete. Durch ein Video sowie ein Foto aus der Bevölkerung konnte das Tier durch Experten zweifelsfrei als Wolf identifiziert werden.

Man gehe "stark davon aus, dass es sich bei dem Vorfall von Montagabend um den Wolf handelt, der am Wochenende gesichtet wurde", sagte der Sprecher der Umweltbehörde am Dienstag.

Nach Experteneinschätzung handelt es sich bei dem Tier höchstwahrscheinlich um einen Welpen in der Abwanderungsphase von seinem Rudel. Wölfe legen auf der Suche nach einem eigenen Revier weite Strecken zurück. Die ungewohnte städtische Umgebung bei Tag bedeutet für das Tier demnach enormen Stress, da Wölfe den Kontakt zu Menschen und Hunden grundsätzlich meiden. Der Umweltbehörde zufolge ist das Tier wohl versehentlich so weit in das Stadtgebiet gelaufen und suchte selbstständig nach einem Weg heraus.

Wie es zu dem Bissvorfall kam, war noch unklar. Den Angaben zufolge zeigte der Wolf bei den Sichtungen zuvor "ein stark ausgeprägtes Fluchtverhalten, reagierte äußerst scheu und zog sich sofort zurück, sobald Menschen oder Hunde seinen Weg kreuzten".

Seit 2013 wurden in Hamburg insgesamt 21 Wolfsnachweise eindeutig bestätigt. Zuletzt wurde Mitte März ein verendeter Wolf auf der Autobahn 25 in Höhe der Auffahrt Curslack nach einem Wildunfall gefunden.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Kutschfahrten im New Yorker Central Park vor dem Aus

Die bei vielen Touristen beliebten Kutschfahrten durch den Central Park in New York soll es bald nicht mehr geben: Der Stadtrat der US-Ostküstenmetropole stimmte am Donnerstag dafür, die Pferdekutschen im Park zu verbieten und damit eine alte Tradition zu beenden. Wenn Bürgermeister Zohran Mamdani, ein Befürworter des Verbots, das Gesetz unterschreibt, tritt es im Juni 2028 in Kraft.

50 Millionen Euro: Rekordpreis bei Versteigerung von Monet-Gemälde in Paris erzielt

Ein zuvor nie öffentlich ausgestelltes Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet ist am Donnerstagabend in Paris zum Rekordpreis von 50 Millionen Euro versteigert worden. Es ist der höchste Preis, der bei einer Versteigerung eines Kunstwerks in Frankreich jemals erzielt wurde, wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte. Das Werk dem Titel "Iris" aus dem Spätwerk des Meisters war im Vorfeld auf 22 bis 30 Millionen Euro geschätzt worden.

Sacharow-Preis des EU-Parlaments geht an Internationalen Strafgerichtshof

Der Sacharow-Preis für Menschenrechte geht in diesem Jahr an den von US-Präsident Donald Trump sanktionierten Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Das Europäische Parlament würdige den Einsatz des Gerichtshofs für das Völkerrecht, sagte Parlamentspräsidentin Roberta Metsola am Donnerstag in Straßburg. Der Preis wird am 16. Dezember in Straßburg verliehen.

Bedroht durch trockengelegte Auen: Gelbe Wiesenraute ist Blume des Jahres 2027

Die Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum) ist die Blume des Jahres 2027. Das gab die Loki Schmidt Stiftung am Donnerstag in Hamburg bekannt. Sie vergibt die Auszeichnung seit 1980. Die Gelbe Wiesenraute werde auf der sogenannten Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands geführt und stehe damit stellvertretend für eine Natur, die dringend Schutz brauche, hieß es von der Stiftung.

Textgröße ändern: