Deutsche Tageszeitung - Wal-Drama an Ostseeküste: Wal bewegt sich weiter nicht von der Stelle

Wal-Drama an Ostseeküste: Wal bewegt sich weiter nicht von der Stelle


Wal-Drama an Ostseeküste: Wal bewegt sich weiter nicht von der Stelle

Im Drama um den vor der Ostseeküste bei Wismar liegenden Buckwal deutet weiter nichts auf eine positive Wendung hin. Der Meeressäuger liege immer noch an der selben Stelle, an der er sich am Dienstag festgeschwommen habe, teilte das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag in Schwerin mit. Es atme noch etwa alle fünf Minuten. Die Behörden bereiten unterdessen die spätere Bergung des Kadavers vor.

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Behörden und Experten sehen für den wochenlang vor der Ostseeküste umherirrenden Buckelwal keine Hoffnung mehr. Am Mittwoch wurden von offizieller Seite die aktiven Bemühungen zur Rettung des in flachem Wasser vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern festliegenden Meeressäugers eingestellt. "Wir gehen fest davon aus, dass das Tier dort verstirbt", sagte Burkard Baschek, wissenschaftlicher Direktor der Stiftung Deutsches Meeresmuseum, am Mittwoch vor Jounalisten.

Um den Wal wurde eine 500-Meter-Sperrzone eingerichtet, für die auch ein Überflugverbot beispielsweise für Drohnen gilt. Am Donnerstag sollte dem Landesumweltministerium zufolge ein Vermessungsboot die Umgebung des Tieres "schonend" sondieren, ohne es zu stören. "Dabei handelt es sich um vorbereitende Maßnahmen, um den Tierkörper später bergen zu können", erklärte Umweltminister Till Backhaus (SPD).

Backhaus betonte zugleich: "Bis zur letzten Minute werden alle ernst zu nehmenden Hinweise, die dem Tier helfen könnten, entgegengenommen und geprüft."

Der etwa zwölf bis 15 Meter lange Buckelwal irrt nach Behördenangaben seit rund vier Wochen durch die Ostsee. Am Montag vergangener Woche strandete das Tier zunächst vor der schleswig-holsteinischen Küste auf einer Sandbank. Nachdem er dort mit Baggern wieder befreit wurde, saß er seit Samstag vor Mecklenburg-Vorpommern in der Wismarer Bucht fest.

Am Montagabend hatte sich das zunehmend geschwächte und wohl auch kranke Tier nochmals aus eigener Kraft vom Meeresgrund gelöst und war für einige Stunden verschwunden, bevor es am Dienstag in die Wismarer Bucht zurückkehrte und sich vor Poel bei Wismar erneut auf Grund legte.

(P.Tomczyk--DTZ)

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