Deutsche Tageszeitung - Helfer bemühen sich weiter um vor Ostseeinsel Poel liegenden Buckelwal

Helfer bemühen sich weiter um vor Ostseeinsel Poel liegenden Buckelwal


Helfer bemühen sich weiter um vor Ostseeinsel Poel liegenden Buckelwal

Vor dem Ostseeinsel Poel bei Wismar hat sich eine private Rettungsinitiative am Mittwoch weiter um den dort seit inzwischen rund drei Wochen festliegenden Buckelwal bemüht. Auf Livebildern war unter anderem zu sehen, wie ein Helfer den aus dem flachen Wasser ragenden Tierrücken mit nassen Tüchern bedeckte.

Textgröße ändern:

Der laut Fachleuten in besorgniserregendem Zustand schwebende Wal war seit Wochen vor der Ostseeküste umher geirrt und hatte sich dabei mehrfach in Fischernetzen verfangen. Er strandete wiederholt, kam aber selbst frei oder wurde befreit. Seit Ende März liegt der Meeressäuger in einer seichten Bucht bei der Insel Poel vor Wismar in Mecklenburg-Vorpommern auf Grund.

Behörden und mehrere von diesen hinzugezogene Experten aus dem In- und Ausland gaben die Hoffnungen für das Tier bereits auf. Wiederholte Strandungen gelten als sicheres Anzeichen für gravierende Probleme. Dazu kommen demnach etwa potenzielle Folgeschäden an inneren Organen durch das lange Liegen im Flachwasser sowie gravierende Hautprobleme, die durch den niedrigen Salzgehalt des Ostseewassers verursacht werden.

Trotzdem dulden die Behörden einen von einer privaten Initiative in der vergangenen Woche gestarteten weiteren Rettungsversuch. Deren Konzept sah ursprünglich vor, den Wal mit einem System aus Luftkissen und Pontons anzuheben und in die Nordsee oder den Atlantik zu schleppen.

Bislang wurde dies aber nicht umgesetzt. Am Dienstag schwamm sich das Tier überraschend kurzzeitig nochmals frei, setzte sich aber noch in der Bucht wieder auf Grund. Seither wird es an dieser Stelle betreut. Die Rettungsinitiative wird von zwei deutschen Unternehmern finanziert.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Umfrage: Bevölkerung bei Rettungsversuchen für Wal gespalten

Die Bevölkerung ist hinsichtlich der privaten Rettungsversuche für den in der Ostsee festliegenden Buckelwal gespalten. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv halten 42 Prozent der Befragten die bisherigen Bemühungen für richtig. 40 Prozent lehnen die Rettungsaktion ab, 18 Prozent sind unentschieden. Besonders Frauen und jüngere Menschen unter 45 Jahren bewerten die Rettungsversuche demnach eher positiv.

Hundert Meter langer Kanal für Buckelwal: Hoffnung auf schnelle Rettung schwindet

Im Drama um den seit mittlerweile dreieinhalb Wochen vor der Ostseeinsel Poel festliegenden Buckelwal schwinden die Chancen auf eine schnelle Befreiung des Tiers. Die von den Behörden geduldete private Rettungsinitiative will nun nach Angaben vom Donnerstag zunächst eine mehr als hundert Meter lange Rinne graben, um für das derzeit in sehr flachem Wasser auf einer Art Landzunge festsitzende Tier einen Ausweg zu schaffen.

Prinz Harry zu Überraschungsbesuch in Kiew eingetroffen

Der britische Prinz Harry ist zu einem Überraschungsbesuch in die Ukraine gereist. Harry sei am Donnerstagmorgen "zu einem unangekündigten Besuch" in der Hauptstadt Kiew eingetroffen, erklärte die ukrainische Regierungsbehörde zur Bekämpfung von Desinformation. Ein von der ukrainischen Bahn veröffentlichtes Video zeigt, wie der britische Prinz bei seiner Ankunft am Kiewer Bahnhof aus einem Zug steigt.

Drama um Buckelwal vor Poel: Rettungskonzept muss womöglich verändert werden

Im Drama um den Buckelwal vor der Ostseeinsel Poel hält die private Hilfsinitiative trotz Kritik und Rückschlägen an der geplanten Rettung des Tiers fest. Es gebe die "reale Chance", es zu befreien, sagte der federführend an der Rettung beteiligte Walschutzaktivist Sergio Bambaren am Mittwoch auf Poel. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zufolge wird das Rettungskonzept derzeit überarbeitet.

Textgröße ändern: