Deutsche Tageszeitung - Eichhörnchen ist Gartentier des Jahres 2026

Eichhörnchen ist Gartentier des Jahres 2026


Eichhörnchen ist Gartentier des Jahres 2026
Eichhörnchen ist Gartentier des Jahres 2026 / Foto: © AFP/Archiv

Das Eichhörnchen ist das Gartentier des Jahres 2026. Es wurde bei einer Publikumswahl der Heinz-Sielmann-Stiftung von knapp 34 Prozent der Teilnehmer gewählt, wie die Stiftung am Montag im niedersächsischen Duderstadt mitteilte. Auf den zweiten Platz schaffte es die Blaumeise mit 20,5 Prozent, auf den dritten der Große Abendsegler mit 15,6 Prozent.

Textgröße ändern:

Mit der Wahl zum Gartentier des Jahres will sich die Stiftung eigenen Angaben zufolge für eine naturnahe Gartengestaltung einsetzen. Die zur Wahl stehenden Tiere werden von einem Expertengremium ausgewählt. In diesem Jahr standen auch noch die Blindschleiche, der Zitronenfalter und der Kugelspringer auf der Liste.

Angesichts der intensiv genutzten Kulturlandschaft leide das Eichhörnchen unter dem Verlust von Lebensraum, hieß es von der Stiftung. Gerade im eigenen Garten könne einiges für ihren Schutz getan werden, etwa durch das Anpflanzen von Nuss-, Eichen- und Haselbäumen, durch den Erhalt von alten Bäumen mit Höhlen oder dichter Laubgehölze als Rückzugsorte. Am Boden böten Laubhaufen oder Totholz Schutz vor Fressfeinden wie Greifvögeln oder Katzen, erklärte die Stiftung. Auch spezielle Nistkästen oder Futterstationen könnten helfen.

Das Eichhörchen (Sciurus vulgaris) ist ein tagaktiver Kleinsäuger aus der Familie der Hörnchen. Auffällig ist sein buschiger Schwanz, der beim Springen von Baum zu Baum als Steuerruder und Balancierstange dient. Mit seinen scharfen, gebogenen Krallen an den Pfoten klettert es sogar glatte Baumstämme mühelos senkrecht hinauf und hinunter. In Baumhöhlen oder dichten Laubgehölzen baut es seine kugelförmigen Nester, die sogenannten Kobel.

Im Gegensatz zu vielen anderen Waldbewohnern hält das Eichhörnchen keinen Winterschlaf, sondern lediglich Winterruhe. An milden Tagen verlässt es sein Nest, um Nahrung aus einem seiner zahlreichen Verstecke zu holen. Im Herbst legt das Eichhörnchen unermüdlich Vorratsdepots an – vergraben im Wurzelwerk, versteckt in Astgabeln oder in Baumhöhlen. Einen Teil dieser Verstecke findet es nicht mehr wieder, so dass aus vergessenen Eicheln, Nüssen oder Bucheckern neue Bäume keimen können. Auf diese Weise trägt das Eichhörnchen zur Verjüngung von Wäldern bei.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Maifeiertag: ADAC warnt vor Staus an verlängertem Wochenende

Angesichts des verlängerten Wochenendes erwartet der ADAC viel Verkehr auf den deutschen Autobahnen. Der Tag vor dem Maifeiertag gehöre traditionell zu den staureichsten des Jahres, teilte der Automobilklub am Montag in München mit. Viele nutzten die Gelegenheit für einen Kurzurlaub, einen Ausflug oder einen Besuch bei Freunden oder der Familie.

Umfrage: Drängler größtes Ärgernis auf deutschen Straßen

Drängler sind einer Umfrage zufolge das größte Ärgernis auf deutschen Straßen. 44 Prozent regen sich darüber auf, wie das Vergleichsportal Verivox am Montag mitteilte. Mit 43 Prozent folgen dicht dahinter aggressive Fahrer. 30 Prozent nannten Probleme bei der Parkplatzsuche als ihr größtes Ärgernis. Besonders betroffen von Letzterem sind Befragte aus Großstädten.

Waldrama vor Insel Poel: Spezialschute für Transport erreicht Ostsee

Im Drama um den seit Wochen vor der Ostseeinsel Poel liegenden notleidenden Buckelwal wartet die private Rettungsinitiative auf die Ankunft des Lastkahns zum Transport des Tiers in die Nordsee. Der Schlepper "Robin Hood" befand laut Positionsdatenportalen am Montagvormittag mit der Spezialschute südlich der Insel Fehmarn. Der langsam fahrende Verband sollte den Wismarer Hafen nahe Poel demnach am Montagabend gegen 18.00 Uhr erreichen.

Gewässerverunreinigung in Nordsee festgestellt - verdächtiger Tanker ermittelt

In der Nordsee ist es zu einer Gewässerverunreinigung gekommen. Nördlich der sogenannten Weißen Bank wurde am Samstag eine 1220 mal 900 Meter große Verschmutzung entdeckt, wie die Bundespolizei See am Montag in Cuxhaven mitteilte. Durch die Auswertung der Fahrtrouten der Handelsschifffahrt konnte ein verdächtiger Tanker ermittelt werden. Er hatte das Gebiet zuvor in Richtung Spanien passiert.

Textgröße ändern: