Deutsche Tageszeitung - Viel Lob in Großbritannien nach Staatsbesuch von König Charles III. in den USA

Viel Lob in Großbritannien nach Staatsbesuch von König Charles III. in den USA


Viel Lob in Großbritannien nach Staatsbesuch von König Charles III. in den USA
Viel Lob in Großbritannien nach Staatsbesuch von König Charles III. in den USA / Foto: © POOL/AFP

Nach der Rückkehr von König Charles III. nach Großbritannien hat ein hochrangiger Berater des Königspalastes den Staatsbesuch des Monarchen in den USA als "historisch" gepriesen. Die von Charles anlässlich des 250-jährigen Bestehens der USA gehaltene Rede sei "von großer Tragweite" gewesen, sagte der an dem Besuch beteiligte Berater am Sonntag Journalisten. Auch die britischen Medien waren voll des Lobes für Charles.

Textgröße ändern:

Der Staatsbesuch des britischen Königs in den USA sei ein "Risiko und eine Herausforderung" gewesen, führte der namentlich nicht genannte Berater aus. Charles habe diese "mit beiden Händen ergriffen".

Der König habe die Bedeutung der Nato hervorgehoben und einen "gerechten und dauerhaften Frieden" in der Ukraine gefordert - trotz der kritischen Haltung von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem westlichen Militärbündnis und gegenüber dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. Dies sei ein Zeichen dafür, "wie sehr ihm das persönlich am Herzen liegt". Es beweise, dass Charles "sich stets von der Wahrheit leiten lassen wird".

Angebliche Unstimmigkeiten bei der Herzlichkeit der bilateralen Beziehungen wies der Berater zurück. Er betonte, dass der Besuch des Königs auf Wunsch der britischen Regierung erfolgt sei und es "keinen Wettstreit" zwischen der Monarchie und der Downing Street gebe. Im Gegenteil - der König und die Königin "konnten der Regierung helfen". Der König selbst habe den US-Teil seiner Reise als besonders "positiv" empfunden.

Die Zeitung "Daily Telegraph" bezeichnete den Besuch von Charles als "Triumph" und "Bekräftigung unserer gemeinsamen Werte". Die "Times" wertete den Staatsbesuch als "glanzvollen Erfolg".

"Ich denke, es war ein persönlicher Triumph" für Charles, zeigte sich Royal-Kommentator Richard Fitzwilliams gegenüber der Nachrichtenagentur AFP überzeugt. Er verwies dabei auf die "hervorragende" Rede des Königs vor dem Kongress mit "brillanten Witzen". "Er hat alles richtig gemacht, und jede Nuance schien perfekt. Es hat allen gefallen", sagte Fitzwilliams. Charles' Besuch erwies sich nach seiner Einschätzung als "Schub" in einer "sehr schwierigen Zeit für die Monarchie".

Charles war am Sonntag nach seinem viertägigen Staatsbesuch in den USA und einem anschließenden Abstecher ins britische Überseegebiet Bermuda ins Vereinigte Königreich zurückgekehrt. In den USA war das britische Staatsoberhaupt mit US-Präsident Trump zusammengetroffen. Die Beziehungen zwischen London und Washington sind derzeit angespannt.

Höhepunkt der Reise war Charles' Rede vor dem US-Kongress am Dienstag. Sein Auftritt war die erste Rede eines britischen Monarchen vor dem Kongress seit einer Ansprache seiner verstorbenen Mutter Queen Elizabeth II. im Jahr 1991. Die Ansprache wurde von den Abgeordneten mit stehenden Ovationen gefeiert. Charles sprach zahlreiche heikle Themen an, darunter den Kampf gegen den Klimawandel, die Unterstützung der Ukraine und die Bedeutung der Nato.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Herz-OP: Rod Stewart sagt US-Konzerte ab und will sich ein paar Wochen ausruhen

Eine Herzoperation hat den britischen Sänger Rod Stewart zur Absage der übrigen Konzerte seiner US-Tournee gezwungen. Der 81-Jährige habe sich "erfolgreich einem Routineeingriff" unterzogen, bei dem es sich um das Einsetzen eines Koronarstents zur Weitung eines verengten oder blockierten Herzkranzgefäßes gehandelt habe, wurde in der Nacht zu Mittwoch auf Stewarts Instagram-Konto mitgeteilt.

Totale Sonnenfinsternis in Spanien - partielle Verdunkelung in Deutschland

Eine Sonnenfinsternis wird am Mittwochabend Menschen in Europa und anderen Teilen der Erde in ihren Bann ziehen. Während in Spanien ein Streifen von Oviedo im Norden über Burgos bis hin zur Baleareninsel Mallorca durch eine totale Sonnenfinsternis knapp zwei Minuten lang verdunkelt wird, lässt sich im Rest Europas immerhin eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. In Deutschland wird die Sonne zwischen kurz nach 19.00 Uhr und kurz vor 21.00 Uhr zu 84 bis 90 Prozent verdeckt sein.

Trump: Entmachtung von Infantino wäre ein "schrecklicher Fehler"

US-Präsident Donald Trump hat Fifa-Boss Gianni Infantino demonstrativ den Rücken gestärkt. Eine Entmachtung des Chefs des Fußball-Weltverbandes wäre "ein schrecklicher Fehler", erklärte Trump am Montag in seinem Online-Netzwerk Truth Social. Infantino sei "fantastisch" und habe "die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet". Trump und Infantino, der wegen einer Investoren-Affäre unter massiven Druck geraten ist, gelten als enge Vertraute.

Explosion bei Böllerclub in Wohnhaus: Acht Verletzte in Nordrhein-Westfalen

Durch zündendes Schwarzpulver sind in einem Wohnhaus im nordrhein-westfälischen Kirchundem acht Menschen verletzt worden. Die Explosion ereignete sich am Sonntag im Keller des Hauses nach dem Hantieren mit Schwarzpulver durch Mitglieder eines örtlichen Böllerclubs, wie die Polzei in Olpe und die Siegener Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat gibt es zunächst nicht.

Textgröße ändern: