Deutsche Tageszeitung - Urteil: Allergiemittel darf nicht mit "macht nicht müde" beworben werden

Urteil: Allergiemittel darf nicht mit "macht nicht müde" beworben werden


Urteil: Allergiemittel darf nicht mit "macht nicht müde" beworben werden
Urteil: Allergiemittel darf nicht mit "macht nicht müde" beworben werden / Foto: © AFP/Archiv

Ein Allergiemittel darf einem Urteil aus Hessen zufolge nicht mit der Aussage "macht nicht müde" beworben werden. Die Aussage ist irreführend, wie das Landgericht Frankfurt am Main am Freitag mitteilte. Grund für die Entscheidung ist, dass in den Fachinformationen Schläfrigkeit und Müdigkeit als mögliche Nebenwirkungen aufgeführt werden. (Az.: 2-06 O 135/26)

Textgröße ändern:

Ein Pharmaunternehmen bewarb das Medikament mit den Angaben "Allergietabletten, die nicht müde machen". Diese Werbung war mit dem Hinweis versehen, dass Müdigkeit und Schläfrigkeit in Studien mit vergleichbarer Häufigkeit wie unter Placebo aufgetreten seien.

Ein Verein zur Kontrolle der Pharmaindustrie klagte dagegen und bekam Recht. Weil in den Fachinformationen andere Angaben gemacht würden, sei die Aussage "macht nicht müde" irreführend, entschieden die Richter. Die Werbeaussagen werden auch nicht mit dem Hinweis auf die Studien gestützt. Der bloße Vergleich mit einer Placebogruppe reicht nicht aus. Stattdessen hätte bewiesen werden müssen, dass die Tabletten tatsächlich nicht zu einer Ermüdung führen.

Nähere Angaben zu dem Medikament oder dem Pharmaunternehmen machte das Gericht nicht. Es ging demnach um ein sogenanntes Antihistaminikum zur Bekämpfung allergischer Symptome, etwa bei Heuschnupfen und Nesselsucht.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Polizisten retten in Thüringen Schwanenfamilie von Straße

Polizisten haben im thüringischen Gera eine Schwanenfamilie von einer Straße gerettet. Die zwei Elterntiere und sieben Jungschwäne brachen am Donnerstagmorgen zu einem Spaziergang zwischen Thieschitz und Bad Köstritz auf, wie die Beamten in Gera mitteilten. Dadurch blockierten sie im Berufsverkehr die Straße.

WHO kündigt Tests von zwei Behandlungen gegen Ebola für kommende Woche an

In der von dem jüngsten Ebola-Ausbruch schwer betroffenen Demokratischen Republik Kongo sollen voraussichtlich ab der kommenden Woche zwei Therapien zur Behandlung der tödlichen Krankheit klinisch getestet werden. Die Vorbereitungen dafür seien inzwischen abgeschlossen, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Mittwoch vor Journalisten in Genf.

Überhitzungsgefahr bei Haustieren: Branchenverband appelliert an Halter

Angesichts der Extremhitze in Deutschland mahnt der Zentralverband der deutschen Heimtierbranche zu Schutzmaßnahmen für Hund & Co.. Hunde, Katzen, Vögel und Kleinsäuger könnten ihre Körpertemperatur nur in gewissen Grenzen regulieren, erklärte der Verband am Mittwoch in Wiesbaden. Meerschweinchen und Kaninchen etwa reagierten empfindlich auf Temperaturen von mehr als 25 Grad, sie bräuchten schattige Rückzugsorte und Frischwasser.

"Ich liebe Euch": Bei Hai-Angriff verletzte Frau in Sydney wacht aus Koma auf

Anderthalb Wochen nach lebensbedrohlichen Verletzungen bei einem Hai-Angriff an der Küste von Sydney ist eine Frau zwischenzeitlich aus dem künstlichen Koma erwacht. Wie ihr Bruder mitteilte, verringerten die Ärzte die Betäubung von Leah Stewart, so dass sie für kurze Zeit auf der Intensivstation aus dem künstlichen Koma erwachte. "Das ermöglichte es ihr, ihre ersten Worte 'Ich liebe Euch' mit ihrer Mama und ihrem Partner Fernando zu teilen", schilderte Joshua Stewart am Dienstag.

Textgröße ändern: