Deutsche Tageszeitung - Charles III. stellt inmitten von Debatte über Premier Starmer Regierungsprogramm vor

Charles III. stellt inmitten von Debatte über Premier Starmer Regierungsprogramm vor


Charles III. stellt inmitten von Debatte über Premier Starmer Regierungsprogramm vor
Charles III. stellt inmitten von Debatte über Premier Starmer Regierungsprogramm vor / Foto: © POOL/AFP

König Charles III. hat inmitten der Debatte über einen möglichen Rücktritt von Premierminister Keir Starmer in der Thronrede die Gesetzesvorhaben der britischen Regierung vorgestellt. Zu den am Mittwoch dargelegten Plänen, von denen viele bereits bekannt waren, gehören die Vertiefung der Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union und die vollständige Verstaatlichung des Stahlkonzerns British Steel. Auch eine Reform des Asylsystems und eine Senkung des Wahlalters auf 16 sind geplant.

Textgröße ändern:

König Charles III. verlas Starmers Vorhaben auf einem goldenen Thron im Oberhaus des Parlaments. Er trug die mit Diamanten besetzte Imperial State Crown und eine lange purpurrote Robe. Die im Englischen als "King's Speech" bekannte Thronrede ist eine jahrhundertealte Tradition voller feierlicher Rituale, in der die Regierung ihre Gesetzesvorhaben vorstellt. Trotz ihres Namens wird die Rede nicht vom Monarchen als Staatsoberhaupt, sondern von der Regierung verfasst.

Unklar ist allerdings, ob Starmer überhaupt noch im Amt sein wird, um die dargelegten Pläne umzusetzen: Die Thronrede war überschattet von Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen. Der Premier steht seit dem Debakel seiner Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen in der vergangenen Woche unter wachsendem Druck. Am Dienstag gaben gleich vier Staatssekretäre ihre Posten auf.

Britische Medien berichteten kurz vor der Thronrede unter Berufung auf das Umfeld von Gesundheitsminister Wes Streeting, dieser bereite seinen Rücktritt vor, um ins Rennen um eine mögliche Nachfolge von Starmer zu gehen. Starmer traf sich vor der Rede mit Streeting in der Downing Street. Das Gespräch dauerte weniger als 20 Minuten und Streeting ging, ohne sich zu äußern.

In der Debatte über Starmers Zukunft zeigte sich zuletzt eine Spaltung in der Labour-Partei: Während sich inzwischen mehr als 80 Labour-Abgeordnete gegen den Premier stellen, bekundeten rund 110 Abgeordnete Unterstützung für Starmer.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Vertauschte Rollen: US-Star Clooney wird beim Filmfestival in Venedig zum Fotografen

Hollywoodstar George Clooney ist beim Filmfestival in Venedig kurzerhand in die Rolle des Fotografen geschlüpft. Nach der Auszeichnung für sein Lebenswerk posierte der für seinen Humor bekannte US-Schauspieler am Mittwochabend zunächst an der Seite von Schauspielerin Laura Dern für die zahlreichen Fotografen. Dann übergab er seinen Goldenen Löwen plötzlich an die AFP-Fotografin Tiziana Fabi und schnappte sich deren Kamera. "Ich überlasse dir den Löwen und mach das Foto", sagte Clooney.

Drei Brände halten Berliner Feuerwehr mit mehr als 120 Kräften in Atem

Die Berliner Feuerwehr war in einer Nacht bei drei größeren Bränden in Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Mitte im Einsatz. Insgesamt waren mehr als 120 Einsatzkräfte beteiligt.

Auto rutscht von Hebebühne: Tödlicher Arbeitsunfall in Baden-Württemberg

Bei einem Arbeitsunfall im baden-württembergischen Aalen ist ein 45-Jähriger ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Aalen am Donnerstag mitteilte, führte der Mann am Mittwoch Arbeiten an einem Auto aus, als er zwischen dem Fahrzeug und einer Hebebühne eingeklemmt wurde. Dabei wurde er tödlich verletzt.

"Star Wars"-Museum in Los Angeles gewährt vor Eröffnung Einblicke in seine Räume

Knapp drei Wochen vor seiner Eröffnung hat das "Star Wars"-Museum im Beisein von Saga-Schöpfer George Lucas einen ersten Einblick in seine Räume gewährt. Bei der Präsentation in Los Angeles verwies der legendäre "Star Wars"-Erfinder am Mittwoch vor Journalisten auf zahlreiche Hindernisse des von ihm und seiner Ehefrau Mellody Hobson gegründeten Museums für die Kunst des Geschichtenerzählens.

Textgröße ändern: