Deutsche Tageszeitung - Trump will sich als Hauptredner statt "überteuerter Musiker" bei Feiern zum 4. Juli

Trump will sich als Hauptredner statt "überteuerter Musiker" bei Feiern zum 4. Juli


Trump will sich als Hauptredner statt "überteuerter Musiker" bei Feiern zum 4. Juli
Trump will sich als Hauptredner statt "überteuerter Musiker" bei Feiern zum 4. Juli / Foto: © AFP

Donald Trump als "die größte Attraktion der Welt" statt "überteuerter Musiker": Nach Absagen mehrerer Künstler will der US-Präsident eine Kundgebung seiner "Make America great again"-Bewegung statt Konzerten bei den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten - mit sich selbst als Hauptredner. Zuvor hatten mehrere Musiker die Ausrichtung der geplanten Veranstaltung kritisiert.

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"Sagt sie ab", schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social mit Blick auf die bislang geplanten Konzerte. Eine große Kundgebung seiner Maga-Bewegung sei besser als Darbietungen von "überteuerten Sängern, die niemand hören will, deren Musik langweilig ist, und die trotzdem nichts anderes tun als sich zu beschweren".

Stattdessen schwebe ihm eine Kundgebung mit sich selbst als Hauptredner vor, erklärte Trump. Er sei schließlich "die größte Attraktion der Welt, derjenige, der weitaus größere Menschenmengen anzieht als Elvis in seiner Blütezeit, und das ohne Gitarre". Er, "von dem einige sagen, er sei der Großartigste Präsident der Geschichte" könne den Platz "dieser drittklassigen 'Künstler'" auf der Bühne einnehmen, schrieb Trump. Er lasse prüfen, ob anstelle der Konzerte eine Kundgebung auf der National Mall in Washington mit dem Titel "Amerika ist zurück" organisiert werden könne.

Die Konzerte sollten während der vom 25. Juni bis zum 10. Juli geplanten Feierlichkeiten auf der National Mall zwischen Kapitol und Washington-Denkmal stattfinden. In den vergangenen Tagen hatten fünf der insgesamt neun Künstler ihre Teilnahme jedoch abgesagt, darunter die Country-Sängerin Martina McBride und der Sänger der in den 80er Jahren erfolgreichen Glamrock-Band Poison, Bret Michaels.

"Leider hat sich das, was uns als Feier unseres Landes präsentiert wurde, zu etwas weitaus Spaltenderem entwickelt als das, wovon ich Teil sein wollte", schrieb Michaels auf Facebook. Die noch verblilebenen Musiker und Bands Vanilla Ice und C+C Music Factory, deren musikalische Blütezeit Jahrzehnte zurückliegt, wurden im Internet mit Spott überschüttet.

Zuletzt hatten Pläne für eine 250-Dollar-Note mit Trumps Konterfei Kritik und Häme hervorgerufen. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte, dass die Regierung einen solchen Schein zum 250-jährigen Bestehen der USA vorbereitet. Zudem ist zu Trumps 80. Geburtstag am 14. Juni Käfigkampf-Veranstaltung direkt vor dem Weißen Haus geplant. Für die Kämpfe der Kampfsportart Mixed Martial Arts (MMA) wird derzeit eine Arena vor dem Weißen Haus errichtet.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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