Deutsche Tageszeitung - Palast: Norwegens Prinzessin Mette-Marit auf Warteliste für Lungentransplantation

Palast: Norwegens Prinzessin Mette-Marit auf Warteliste für Lungentransplantation


Palast: Norwegens Prinzessin Mette-Marit auf Warteliste für Lungentransplantation
Palast: Norwegens Prinzessin Mette-Marit auf Warteliste für Lungentransplantation / Foto: © NTB/AFP/Archiv

Die an einer unheilbaren Lungenkrankheit leidende norwegische Kronprinzessin Mette-Marit wartet auf ein Spenderorgan: Die 52-Jährige sei auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt worden, erklärte der Königspalast in Oslo am Freitag. Mette-Marits Gesundheitszustand sei "ernst", erläuterte der Lungenfacharzt Are Holm vom Rikshospitalet in Oslo in einer vom Palast verbreiteten Erklärung. Die Kronprinzessin solle daher "sobald wie möglich" eine Lungentransplantation erhalten.

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Während sie auf die Operation warte, könne die 52-Jährige ihre offiziellen Verpflichtungen nicht wahrnehmen, erklärte ein Palastsprecher. Zudem habe Mette-Marits Gesundheitszustand Auswirkungen auf die öffentlichen Termine ihres Mannes Kronprinz Haakon und der gesamten königlichen Familie.

Die bislang für August geplanten Feiern zur Silberhochzeit des Kronprinzenpaares würden daher verschoben. Auch zur Goldenen Hochzeit des schwedischen Königspaares am 13. Juni werden Haakon und Mette-Marit nicht reisen.

Mette-Marit hatte 2018 bekannt gegeben, dass sie an einer seltenen Form von Lungenfibrose leidet, einer unheilbaren Krankheit. Diese führt zu Narbenbildung in der Lunge und dadurch zu Atemnot. Wegen ihres Gesundheitszustands musste die Kronprinzessin in den vergangenen Jahren ihr Programm stark zurückfahren und mehrfach Auszeiten nehmen. Zuletzt musste sie bei öffentlichen Terminen ein mobiles Sauerstoffgerät tragen.

Aus Sorge um Mette-Marit hatte Kronprinz Haakon zuletzt einen Japan-Besuch um einen Tag verkürzt. Am Mittwoch war die gemeinsame Tochter, Prinzessin Ingrid Alexandra, von ihrem Studium in Australien heimgekehrt, um an der Seite ihrer schwer kranken Mutter zu sein.

Haakon und Mette-Marit hatten im August 2001 geheiratet. Die Kronprinzessin war zuletzt wegen ihrer jahrelangen Freundschaft mit dem inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck geraten. Ihr aus einer früheren Beziehung stammender Sohn Marius Borg Hoiby muss sich seit Februar wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten, das Urteil gegen ihn wird für den 15. Juni erwartet. Der 29-Jährige hat wegen des Gesundheitszustands seiner Mutter seine Haftentlassung beantragt, wie sein Anwalt Petar Sekulic am Freitag norwegischen Medien sagte.

(I.Beryonev--DTZ)

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