Deutsche Tageszeitung - Gerichtstermin wegen Klage von Schauspieler Ulmen gegen Produktionsfirma aufgehoben

Gerichtstermin wegen Klage von Schauspieler Ulmen gegen Produktionsfirma aufgehoben


Gerichtstermin wegen Klage von Schauspieler Ulmen gegen Produktionsfirma aufgehoben
Gerichtstermin wegen Klage von Schauspieler Ulmen gegen Produktionsfirma aufgehoben / Foto: © AFP/Archiv

Im Rechtsstreit zwischen dem Schauspieler Christian Ulmen und einer Filmproduktionsfirma um eine geplante Streamingserie wollen die Parteien zunächst außergerichtliche Vergleichsgespräche führen. Ein für Montag anberaumter Gerichtstermin am Arbeitsgericht Berlin wurde demnach aufgehoben, wie die Gerichtspressestelle am Donnerstag mitteilte. Die Aufhebung sei am Mittwochnachmittag beantragt worden. Ein neuer Gütetermin vor dem Arbeitsgericht würde nur auf Antrag einer der Parteien anberaumt, hieß es.

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Der Termin am Arbeitsgericht war anberaumt worden, weil Ulmen Klage eingereicht hatte. Damit wollte er sich laut Gericht gegen die Kündigung von Verträgen für eine neue Serie durch die Produktionsfirma wehren.

Dem Arbeitsgericht zufolge geht es um die Streamingserie "The Au Pair", für die Ulmen das Drehbuch verfasst hat. Für diese habe er mit der Produktionsfirma einen Regie-, einen Autoren- und einen Editorenvertrag sowie eine Exklusivvereinbarung abgeschlossen, hieß es von der Gerichtspressestelle. Diese Verträge habe die Produktionsfirma jeweils mit Schreiben vom 15. April 2026 fristlos gekündigt. Zur Begründung habe sie sich unter anderem auf das Bekanntwerden strafrechtlich relevanter Vorwürfe gegen Ulmen und "auf inhaltliche Parallelen dieser Vorwürfe zu der Handlung der Serie" gestützt.

Ulmens Ex-Frau Collien Fernandes wirft dem Schauspieler unter anderem häusliche Gewalt und das Verbreiten pornografischer Aufnahmen, die Fernandes darstellen sollen, vor. Wegen der Gewaltvorwürfe ermittelt seit Ende Mai die Staatsanwaltschaft Potsdam. Die Vorwürfe der "digitalen Gewalt" würden noch geprüft, hieß es damals. Dies sei auch weiterhin noch der Fall, teilte die Behörde am Mittwoch auf Anfrage mit. Ulmen bestreitet die Anschuldigungen, es gilt die Unschuldsvermutung.

(L.Møller--DTZ)

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