Deutsche Tageszeitung - Nach dem Wolf drängen fünf EU-Länder auf Lockerung des Schutzes für Braunbären

Nach dem Wolf drängen fünf EU-Länder auf Lockerung des Schutzes für Braunbären


Nach dem Wolf drängen fünf EU-Länder auf Lockerung des Schutzes für Braunbären
Nach dem Wolf drängen fünf EU-Länder auf Lockerung des Schutzes für Braunbären / Foto: © AFP/Archiv

Auf Initiative Rumäniens und der Slowakei haben fünf europäische Staaten eine Abschwächung des Schutzes für Braunbären gefordert. "Als Spitzenraubtier ohne natürliche Feinde ist für die Art dringend eine wirksame Bewirtschaftung notwendig", heißt es in einem Schreiben der beiden Länder, das von Kroatien, Tschechien und Finnland unterstützt wird. Das Thema sollte am Montag beim Treffen der EU-Agrarminister in Luxemburg diskutiert werden.

Textgröße ändern:

Die finnische Landwirtschaftsministerin Sari Essayah sagte, angesichts einer Bärenpopulation von fast 2600 Tieren sei das Thema für ihr Land "sehr wichtig". Die Bären stellten "eine Bedrohung für die Menschen dar. Wir müssen auf präventive Jagd zurückgreifen", argumentierte Essayah.

Rumänien schätzt seine Bärenpopulation auf etwa 11.500 Tiere und gibt an, dass bei Bärenangriffen in den vergangenen fünf Jahren 14 Menschen getötet und mehr als 150 schwer verletzt worden seien.

Mit einer Population von rund 2500 Bären verweist die Slowakei ihrerseits auf vier Todesfälle und 64 Schwerverletzte in fünf Jahren.

Aufgrund von Bärenangriffen auf Nutzvieh sei auch der Agrarsektor "hart getroffen", argumentieren die Unterstützer der Initiative.

Die Länder berufen sich auf das Beispiel des Wolfs, dessen Schutzstatus 2025 in der Europäischen Union gelockert wurde: Er wurde von einer "streng geschützten" zu einer "geschützten" Art herabgestuft, was Abschüsse erleichtert. In ihrem Schreiben fordern die Staaten einen "ähnlichen Ansatz" für Braunbären, um "Konflikte zwischen Mensch und Wildtier zu begrenzen".

Beim Treffen der Agrarminister wollen die fünf Länder weitere Unterstützer für ihre Initiative finden.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Palast: Charles III. wird sich auf Karibikreise "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen

Der britische König Charles III. will sich bei seiner bevorstehenden Reise in die Karibik nach Angaben eines Sprechers den "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen. Der Buckingham-Palast erklärte am Freitag, Charles habe sich dafür eingesetzt, die "Fehler der Vergangenheit" und "bestehende Ungleichheiten" anzuerkennen und werde sein Engagement für diesen Prozess auf der Reise bekräftigen.

Festakt mit Steinmeier und Merz zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen

Mit einem Festakt wird am Samstag (12.00 Uhr) in Bremen der Tag der Deutschen Einheit begangen. Zuvor findet ein ökumenischer Gottesdienst statt. Als Gäste werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Kanzler Friedrich Merz (beide CDU) erwartet. Die Festrede wird Steinmeier halten.

Feierlichkeiten zu Tag der Deutschen Einheit beginnen in Bremen

In Bremen beginnen am Freitag (16.00 Uhr) die dreitägigen Feierlichkeiten zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit. Bis zum Sonntag gibt es in der Bremer Innenstadt und an der Weser ein Bürgerfest mit Musik, Theater und Diskussionsrunden auf mehr als hundert Bühnen. Ein musikalischer Höhepunkt ist der Auftritt der Fantastischen Vier am Samstagabend. Auf einer Ländermeile präsentieren sich die 15 anderen Bundesländer.

Ärger um Pferdeschwanz: Fußball-Star Erling Haaland geht juristisch gegen Airline vor

Fußball-Star Erling Haaland geht juristisch gegen eine norwegische Fluggesellschaft vor, weil sie mit dem für ihn zwischenzeitlich typischen Pferdeschwanz Werbung gemacht hat. Die Beschwerde gegen die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle betreffe die "widerrechtliche Nutzung von Haalands Erkennungszeichen bei ihrer Werbung für Flugtickets während der Fußball-Weltmeisterschaft" im Sommer, teilte Haalands Anwalt Thomas Hagen am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Worum genau es bei der Anzeige geht, erklärte er nicht.

Textgröße ändern: