Deutsche Tageszeitung - Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr

Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr


Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr
Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr / Foto: © AFP/Archiv

Wegen ausgetrockneter Wasserstellen und Teiche wird die Hitze in Deutschland auch für Wildtiere zur Gefahr. "Die Kombination aus extremer Hitze und anhaltender Trockenheit ist für viele Wildtiere eine lebensbedrohliche Herausforderung", erklärte Paulina Kuhn vom Deutschen Tierschutzbund am Donnerstag in Bonn. Wenn selbst im Wald natürliche Bäche, Teiche und kleine Wasserstellen austrockneten, fehle es den Tieren an Möglichkeiten zum Trinken und Abkühlen.

Textgröße ändern:

"Im schlimmsten Fall drohen sie zu verdursten oder zu ersticken", warnte die Tierschutzexpertin. Auch Fische und andere Wassertiere leiden demnach unter den sinkenden Wasserständen und steigenden Wassertemperaturen. Besonders gefährdet seien neben wasserlebenden Tieren zudem Jungtiere, die noch nicht mobil seien und keine weiter entfernten Wasserstellen aufsuchen könnten.

Der Tierschutzbund appellierte an die Bevölkerung, Wildtieren durch die heißen Tage zu helfen und an geschützten, schattigen Stellen flache Schalen mit frischem Wasser für Wildvögel, Insekten, Igel und Eichhörnchen aufzustellen.

Auch Stadttauben leiden demnach in den aufgeheizten Städten unter Wassermangel. Als standorttreue Tiere entfernten sie sich nie weit auf der Wassersuche und seien bei extremer Hitze auf menschliche Hilfe angewiesen.

Wasserschalen sollten täglich gereinigt und frisch befüllt werden. Steine oder Äste darin bieten auch Insekten Halt. Jungvögel, die aus Not aus ihrem überhitzten Nest springen, sollten in eine Wildtierauffangstation gebracht werden.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: