Deutsche Tageszeitung - Serien "Widow's Bay" und "The Pitt" räumen bei Emmy-Verleihung in Los Angeles ab

Serien "Widow's Bay" und "The Pitt" räumen bei Emmy-Verleihung in Los Angeles ab


Serien "Widow's Bay" und "The Pitt" räumen bei Emmy-Verleihung in Los Angeles ab
Serien "Widow's Bay" und "The Pitt" räumen bei Emmy-Verleihung in Los Angeles ab / Foto: © AFP

Bei der diesjährigen Emmy-Verleihung hat die Horror-Comedy-Serie "Widow's Bay" mit 14 Trophäen einen Rekord aufgestellt: Noch nie gewann eine Produktion aus dem Bereich Komödie so viele Emmys in einem Jahr. Die Serie von Apple TV+ gewann unter anderem in der Königskategorie beste Comedy-Serie, Matthew Rhys bekam den Preis als bester Hauptdarsteller. Als beste Drama-Serie wurde wie schon im vergangenen Jahr die Krankenhaus-Serie "The Pitt" prämiert.

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"Widow's Bay" handelt von einer abgelegenen Insel in Neuengland an der US-Ostküste, ihren abergläubischen Bewohnern und einem exzentrischen Bürgermeister, gespielt von dem Waliser Matthew Rhys, der den Tourismus wieder ankurbeln will. Mit 14 Emmys, unter anderem für Regie und Drehbuch, toppte die Serie den Rekord, den die Hollywood-Satire "The Studio", ebenfalls eine Produktion von Apple, im vergangenen Jahr mit 13 Trophäen aufgestellt hatte.

Kate O'Flinn und Stephen Root wurden für ihre Rollen in "Widow's Bay" als beste Nebendarsteller in einer Comedy-Serie ausgezeichnet und Rhys, der auch als Produzent an "Widow's Bay" beteiligt war, als bester Hauptdarsteller. Einen weiteren Preis bekam er in der Kategorie bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Film für seine Rolle in der Krimi-Miniserie "The Beast In Me".

Die fünfte Staffel der Comedy-Serie "Hacks", die mit 24 Nominierungen ins Rennen gegangen war, ging hingegen weitgehend leer aus. Hauptdarstellerin Jean Smart gewann immerhin einen Emmy für ihre Verkörperung einer Stand-up-Komikerin, die versucht, ihre Karriere wiederzubeleben. Damit holte sie mit jeder "Hacks"-Staffel den Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie.

Es war Smarts achter Emmy insgesamt und katapultierte sie neben Julia Louis-Dreyfus und Cloris Leachman in die Reihe der Schauspielerinnen mit den meisten Emmy-Auszeichnungen als Darstellerin. Wenige Minuten später erreichte auch Allison Janney diesen Rekord, als sie als beste Drama-Nebendarstellerin in "The Diplomat" ausgezeichnet wurde.

Mit 25 Nominierungen war "The Pitt", eine Krankhaus-Serie in Echtzeit über den Alltag gestresster Ärzte in Pittsburgh, in den Abend gegangen. Die Produktion der Plattform HBO Max räumte bei der Gala sechs Emmys ab, unter anderem als beste Drama-Serie. Auch ihr Hauptdarsteller Noah Wyle wurde für seine Rolle als leitender Notarzt ausgezeichnet. Der auch aus der legendären Krankenhausserie "Emergency Room - Die Notaufnahme" bekannte Schauspieler hatte den Emmy bereits im vergangenen Jahr erhalten.

Er sei in Los Angeles aufgewachsen, sagte Wyle in seiner Dankesrede, und fügte hinzu: "Ich bin ein Hollywood-Kind." Er sei mit dem Fernsehen groß geworden, die Kinos seien seine "Tempel" gewesen. Über seine Arbeit sagte der 55-Jährige: "Das ist alles, was ich je tun wollte, und das ist der einzige Club, dem ich je beitreten wollte. Danke, dass ihr mich aufgenommen habt."

Die Trophäe für die beste Mini-Serie ging an "DTF St. Louis", in der es um eine Dreiecksbeziehung geht. Rita Seehorn, die in der Science-Fiction-Dramaserie "Pluribus" von Apple TV+ brilliert, wurde als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie ausgezeichnet.

Die Emmys sind für das Fernsehen, was die Oscars für das Kino sind. Die Preisverleihung wurde von der Schauspielerin Mariska Hargitay moderiert. Ihre Freundin Taylor Swift steuerte einen aufgezeichneten Sketch bei, in dem der Pop-Superstar mit Insider-Witzen zum Show-Geschäft für Lacher sorgte.

Bei der 78. Emmy-Verleihung wurde außerdem in diesem Jahr verstorbener Stars wie der US-Sängerin und -Schauspielerin Dolly Parton gedacht. Sie war Ende August im Alter von 80 Jahren gestorben und gehörte selbst zu der Riege der Emmy-Preisträgerinnen. Partons Freundin und Kollegin Reba McEntire sang zu ihren Ehren "Appalachian Memories" bei der Gala in Los Angeles.

(N.Loginovsky--DTZ)

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